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Streckenverlauf

Auf dem Franziskusweg geht es 567 km von Florenz über Assisi nach Rom. Bei diesem herrlichen Pilgerweg durch die Toskana, Umbrien und Latium sind 20000 Höhenmeter zu bewältigen.

Franziskusweg 25.04.2016 - 18.05.2016

Es begann eine weitere Tour mit Manuela, deshalb habe ich alle Unterkünfte vorher gebucht. Zudem gibt es noch kaum Pilgerherbergen auf dem Weg. Nur sporadisch begegneten uns Pilger, ein Wunder bei den gigantischen Landschaften auf den Höhen des Apennin. Bis auf wenige Tage, z.B. durch das Rieti-Tal und den Weg nach Spoleto, war jeder Tag ein kleines Naturschauspiel. Wetter inklusive, denn für Italien war es für diese Jahreszeit zu regnerisch. Aber selbst das hatte seinen Reiz, man erklimmt den Berg durch Bachläufe oder dicken Schlamm und es wartet da ein enormer Ausblick im Farbspiel von Regen und Licht.

Unterkünfte Franziskusweg

Tag 1

Ankunft Florenz

Von Berlin Tegel starteten wir mit Vueling Airlines nach Florenz. Die Alpenüberquerung bei leichter Bewölkung war sehr beeindruckend und wir landeten pünktlich auf dem Airport "Amerigo Vespucci". Der Shuttlebus brachte uns zum Hauptbahnhof Santa Maria Novella. Im Bus muss wir schon schmunzeln, wir waren in Italien, wir merkten es nicht zuletzt an nem Pärchen neben uns. Der Mann regte sich kontinuierlich über den Fahrpreis auf, die Frau redete ohne Pause auf ihn ein :-) Von SMN ins Zentrum waren es nur 10 min zu Fuß, bald standen wir in der historischen Altstadt. Nach dem ersten Cappucchino (5 € !!!) lief das Touristenprogramm ab: Santa Maria del Fiore, Palazzo Vecchio, Ponte Vecchio, und und und ... Erst am Abend, nach der ersten leckeren italienischen Pizza bewegten wir uns die 4 km in die etwas am Stadtrand liegende Jugendherberge Villa Camerata (18 € pro Person mit Frühstück), die derzeit wahrscheinlich als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurde. Getrennt unterbracht nach Geschlechtern verbrachten wir die erste Nacht in bella italia.

Tag 2

Florenz - S. Ellero

Heute hatten wir die Wahl Florenz weiter zu entdecken und am späten Nachmittag den Zug nach S. Ellero zu nehmen oder durch die verkehrsreiche Vorstadt dahin zu laufen. Wir absolvierten dann doch unser Laufpensum in der Innenstadt von Florenz. Der landschaftlich reizvolle Teil beginnt eh erst nach S. Ellero. Also ging's nach dem sehr spartanischen Frühstück in der Herberge wieder rein in die City. Es folgte ein erneuter Kathedralsbesuch, wir spazierten nochmal über den Ponte Vecchio, vorbei am Palazzo Pitti. Abschließend wollten wir noch zum Forte di Belvedere gehen, von da gab's ne herrliche Aussicht über die Stadt. Allerdings mußten wir dafür in den Giardino di Boboli und da verlangten sie ordentlichen Eintritt. Das durften wir bei den Unmengen an Sehenswürdigkeiten auf diesem Weg gar nicht erst anfangen: Eintritte zu bezahlen. Nun gut, in Florenz mangelt es ja nun nicht an Sehenswertem, so verbrachten wir den Tag hier und am Nachmittag nahmen wir den Zug von Santa Maria Novella Richtung Arezzo nach S. Ellero. Ab hier ging es Richtung Fontisterni sofort bergan, für diesen Tag allerdings nur paar Kilometer, ehe wir uns auf dem wundervollen Bauernhof Podere Fattoio (60 € pro Person mit HP) einquartierten. Zusammen mit holländischen Pilgern nahmen wir das von Tiziana lecker angemachte Abendessen ein, alles Eigenanbau vom Bauernhof. Bei nem Hauswein stimmten wir uns mit den Holländern auf die nächsten Tage und Wochen ein.

Tag 3

S. Ellero - Stia

Nach nem ebenso gelungenem Frühstück ging's nach 8 Uhr durch das Dorf Fontisterni und danach bergan in den Wald. Später kam nochmal ein kleiner Ort, Paterno, aber zusammengefasst könnte man sagen: 3-4 Stunden steil bergan bis zum Passo della Consuma. Ein guter Einstieg, um zu testen, ob wir bereit waren für diesen enorm bergreichen Weg. Es lief prima, es regnete sporadisch, paar Wildschweine sah oder hörte man ab und an im Gebüsch, die Aussichten wurden immer besser. In Consuma, kurz vorm Pass, ging's auf nen Capucchino, wir wurden sofort vom Barbetreiber angesprochen, doch hier zu übernachten. Naja, ich schlaf zwar gern :-), aber es war erst kurz nach Mittag, zudem hatte ich die Unterkunft für den Tag in Stia geplant. Nach kurzer Pause an der genialen Aussicht am Consuma-Pass ging's weiter, das, was wir grad hoch gewandert waren, ging es jetzt wieder runter. Die Sonne kam raus und der Weg führte enge Waldpfade entlang, über Bäche hinweg, es ging auf und ab. Unterwegs trafen wir einen Pilger, der völlig erledigt an einem Baum saß. Wir sahen ihn nochmal viele Etappen später und fragten uns, wie er bis dorthin gekommen ist. In dem kleinen Ort Stia angekommen, nahmen wir Quartier im La Foresta - Hotel (38 € pro Person mit Frühstück), für meine Begriffe eher weniger zu empfehlen. Abendessen schmeckte wie aufgetaut, Zimmer naja, zu Beginn war sogar der Strom abgeschalten, bedeutete hier: kein Dusche. Wir trösteten uns erstmal mit nem Birra Moretti aus dem Alimentari und setzten uns in den Park, paar Meter vom Hotel entfernt, in die Sonne. Schönes Gefühl, erste härtere Etappe locker überstanden.

Tag 4

Stia - Badia Prataglia

Nach dem nicht unerwartet miesen Frühstück erwartete uns gleich noch im Ort der Beginn eines nie enden wollenden Anstiegs. Auf Kies- und Waldwegen hoch, passierten wir später das Dorf Lonnano und betraten den schönen Nationalpark Casantino. In Richtung des Franziskanerinnen-Klosters bei Casalino ging es nochmal minimal bergab, danach aber umso steiler wieder hoch zum Croce Gaggi. Es wurde neblig und trüb, zum Kloster Sacro Eremo wanderten wir bergab durch einen einmalig schönen Buchenwald. Das Kloster hatte kurz nach Mittag schon geschlossen, in der kleinen Kapelle machten wir kurz Rast, denn es schüttete mittlerweile wie aus Kannen. Man hätte hier im Kloster übernachten können oder rechts der Asphaltstraße zum Dorf Camaldoli folgen, dort gab's mehrere Unterkünfte. Wir schlugen uns allerdings links in den Wald, um mit dem Prato alla Penna den höchsten Punkt des Franziskusweges zu erreichen. Es ging sehr steil aufwärts und war bei Starkregen schwer zu laufen. Am Gipfel lag noch vereinzelt Schnee. Auch der folgende Abstieg war nicht einfacher, matschige steile Wege bis wir irgendwann auf eine Asphaltstraße trafen. Diese schlängelte sich ins Tal nach Badia Prataglia, an einem kleinen Wasserfall vorbei. Völlig durchnäßt fanden wir schnell das Hotel Giardino (29 € pro Person mit Frühstück) im Zentrum des Ortes. Zwei ältere Leutchen betreuten das Hotel. Nicht überall, wo Hotel draufsteht, ist Hotel drin. Für deutsche Vorstellungen war es eher ne Dorfkneipe mit Zimmern, aber für uns Pilger allzeit ausreichend. Nur die Klamotten konnten wir nirgendwo trocknen, um die Jahreszeit läuft in Italien keine Heizung mehr. Manu stand deswegen ne Stunde in der Toilette vorm Händetrockner. Die Eigentümer waren aber supernett und zeigten uns gleich paar Karten vom weiteren Weg und zum Cappuccino gab's leckere Süßigkeiten. Wir nahmen hier auch unser Abendessen ein, für größere Entdeckungsreisen am Abend waren unsere Klamotten zu nass.

Tag 5

Badia Prataglia - Pieve Santo Stefano

Gleich früh ging's wieder bergan, wie sollte es anders sein. Dafür erwartete uns gegen Mittag das erste Highlight des Weges - La Verna. Das Wetter spielte aber mit, nur die Wege waren von dem Regen der letzten Tage extrem matschig und die Bäche quollen über, dort hieß es immer: Schuhe aus. Der Waldpfad führt stetig ansteigend bis zum P. della Cesta, dann wieder ins Bergdorf Frassineta hinab. Hier verliefen wir uns um 1 Kilometer, passierte uns aber sehr selten. Wunderschöne Aussichten begleiten uns wieder, überall herrlich bewaldete Berge. Heute begegneten wir auch mal mehreren Pilgerpärchen, verloren sie aber schnell wieder aus den Augen. Nach einem weiteren Anstieg gehts steil hinab nach Rimbocchi. Wir überlegten ob wir uns in dem idyllischen Ort nen Cappuccino gönnen, entschieden uns aber dagegen, der Weg heute war sehr weit. Er führte dann erstmal über den Bach hier im Ort, es war schon fast ein Fluss, und gleich danach schöne Waldwege steil bergan Richtung Poggio Montopoli. Einige Zeit später wanderten wir durch den Wald von La Verna mit herrlichen Buchen und moosbewachsenen Felsen, bis irgendwann links ein hoher Fels auftaucht, mit dem Kloster obendrauf. Es ging einen steilen gepflasterten Weg zur Eingangspforte des Klosters hoch, ehe wir eine Art Vorhof betraten. Es war mittlerweile angenehm warm, wenig Menschen waren hier und es wartete eine gigantische Aussicht. Wir rasteten hier ne Stunde, schauten uns alles an. Das Kloster war eine wichtige Station im Leben des Franziskus, aber diese ganzen Erklärungen lasse ich an der Stelle weg, Interessenten können das selbst nachlesen, Google sei Dank, findet man alles dazu. Nach dem Pflichtfoto am Kreuz von La Verna mussten wir langsam aufbrechen. Es ging wieder bergab, vorbei am Ort Chiusi della Verna Richtung Gregnano. Nach dem idyllischem Ort sollte es laut GPS und Reiseführern über eine Wiese durch den Wald aufwärts gehen, aber da war kein Weg mehr zu finden. So nahmen wir die ruhige Straße, später einen Weg nach Montalone. Von da an ging's abwärts, durch Mignano, durch Bauerngehöfte, bis wir auf der Straße nach Pieve Santo Stefano waren. An dieser war dann auch ein Schild zu unserem B&B Il Castellare (30 € pro Person mit Frühstück) angebracht, immer mit Wegweisern in Form des griechischen Tau, welches Franziskus zum Unterschreiben genutzt hat. Selbst da nützte uns nix, wir fanden die Unterkunft nur mit Mühe, war eben ne lange Strecke heute, wir hatten Hunger. Endlich angekommen, hatten wir ein Riesenzimmer für uns, alles war prima hier. Doch zuerst liefen wir die Hauptstraße entlang in den Ortskern und kauften ein, danach ging's in eine Pizzeria. Unsere Vermieterin war so nett und holte uns danach mit dem Auto von dort ab. Nach dem Vernichten unserer Birra Moretti waren wir reif für den Tiefschlaf.

Tag 6

Pieve Santo Stefano - Sansepolcro

Am nächsten Morgen zum Frühstück bekamen wir erst mit, dass hier noch einige weitere Pilger übernachtet hatten. So gab's dann auch früh den ersten Erfahrungsaustausch, wir kamen relativ spät in die Gänge. Wir waren gestern schon im Tibertal angekommen, dem Fluß, der uns in Rom etwas mächtiger wiederbegegnet, heute sollten wir ihn mehrfach sehen. Der Weg heute begann sanft, später kamen paar Anstiege, aber leichter zu gehen als die vergangener Tage. Das Wetter war gut heute, nachdem der letzte Berg gemeistert war, verlief der Weg an einem Stausee vorbei, an idyllischen Landgütern, immer leicht bergab. Wir trafen Birgit, sie war heute vor uns gestartet und lief den Weg bis Assisi allein. Nach bischen Erfahrungsaustausch konnte auch mal jemand ein gemeinsames Foto von uns machen. Der weitere Weg ging steil neben dem Wald unter Telefonmasten hinab wieder ins Tibertal. Im grünen Tal angekommen, war die Reststrecke, anfangs Feldweg, dann Straße, nach Sansepolcro kilometerweit schnurgerade. Hier merkten wir wie sehr wir uns an die Berge gewöhnt hatten, es war langweilig zu gehen. Auch die lange Vorstadt von Sansepolcro war nicht die Schönste, wir mußten den Tiber überqueren, war plötzlich unangenehm nach Natur pur wieder ne hektische Stadt zu betreten. Nach einiger Suche fanden wir dann unsere heutige Herberge, das Refugio der Kirche Santa Maria dei Servi (12 € pro Person ohne Frühstück). War sehr spartanisch hier, aber was will man auch mehr als ein Dach überm Kopf, ne Dusche und etwas zu essen. Apropos Essen. Hatten wir bisher nie Probleme, ne Gaststätte oder Pizzeria zu finden, war das in der Stadt zum Samstag ein Problem. Alle Italiener gehen heute mit ihren Familien essen. Letztendlich klappte es aber, in nem lauten Pub. Auf dem Heimwärtsbummel trafen wir Birgit wieder an ner Bar. Angekommen, satt und mit passendem Morettikonsum konnte man jetzt noch entspannter zusammen quatschen und lachen. So war's dann auch ein schöner Abend geworden.

Tag 7

Sansepolcro - Lama

Raus aus der Stadt, in die Berge, nach dem Motto gings nach dem morgendlichen Capuccino in ner Bar sofort auf die Piste. Nach der tristen Vorstadt und einem leichten Anstieg über Feldwege verlief der Weg an einem Haus vorbei. 2 größere kläffende Hunde verstellten den Weg. Ich wartete dann immer kurz ob sich noch ein Besitzer blicken ließ, ehe wir langsam aber bestimmt vorbeiliefen. Sie wendeten sich dann auch ab und der Weg zum Kloster Montecasale war frei. Er ging enorm steil bergan, schmale matschige Pfade, wir passierten Birgit wieder und nach gefühlten Stunden standen wir auf einem kleinen Vorplatz mit einer sitzenden Figur und einer Wahnsinnsaussicht. Im Kloster selbst war grad eine Messe, wir störten daher nicht und liefen noch zur Bronzestatue des Franziskus. Nach nem Capuccino in der Bar weiter oben nahmen wir uns den Restanstieg vor, ein wunderschöner Waldweg. Darauf führte uns der Weg nur noch bergab, meist auf Feldwegen, auch "Schuhe ausziehen" an Bächen war wieder angesagt. Viele Ruinen standen am Weg, immer blieb die Frage, warum man so ein idyllisches Landstück verlassen mußte. Später führte der Weg eine Asphaltstraße entlang, durch das Dorf Pitigliano und wenige Kilometer weiter war das Ziel Lama erreicht. Wir waren heute zeitig da und nahmen zur Belohnung erstmal ein Moretti in ner Bar. Aber scheinbar trotzdem noch vor Siesta-Ende klingelten wir am Hotel Rotonda (Doppelzimmer 60 € mit Frühstück), denn ein älterer Herr erschien grummelnd bei uns und meinte, dass der Besitzer gleich komme. Dafür war die Unterkunft umso freundlicher, Super-Zimmer, und Pizzeria am Hotel. Viel gab's in dem kleinen Ort nicht zu sehen, so dass wir relativ zeitig essen gingen. Und wer saß da? Birgit wieder, aber auch 2 andere deutsche Pilger. Die waren nicht sehr gesprächig, sie waren unschlüssig wie es morgen weiterging, denn mittlerweile hatte wieder starker Regen mit Gewittern eingesetzt. Die Einheimischen sagten, es bleibt die nächsten Tage so. Nun ja, nun überlegten wir auch.

Tag 8

Lama - Pietralunga

Der erste Blick nach draußen sagte uns, dass wir unseren Alternativplan durchziehen müssen, bei Gewitter und Starkregen in die Berge musste nicht sein. Aber laufen wollten wir trotzdem. Also liefen wir die Straßen entlang nach Città di Castello. Da der Regen nachließ, nahmen wir uns Zeit für die Stadt, um danach mit dem Schulbus nach Pietralunga zu fahren. Wir wollten zeitig dort sein, um den verpassten Weg noch soweit wie möglich rückwärts zu laufen. Bus fahren ist hier ne Wissenschaft, man weiß nie, wo man das Ticket kaufen soll :-) Nun ja, wir kamen jedenfalls in das idyllische Pietralunga und checkten schnell in unsere schöne Unterkunft ein (Hotel Tinca 30 € pro Person mit Frühstück). Danach liefen wir erstmal los Richtung Bocca Serriola. Vorbei am öffentlichen Waschplatz und paar Häuschen waren wir schnell auf Feldwegen inmitten herrlicher Wiesen unterwegs. Aber irgendwann mußten wir die Strecke auch wieder zurück, auch das schöne Pietralunga mußte noch entdeckt werden. Es war ein wundervoll gepflegter und schöner Ort, mit herrlichen Ausblicken auf die Umgebung. So standen wir abends noch lange nach der obligatorischen Pizza an der Aussichtsplattform im Stadtkern. Unser Laufpensum hatten wir heute auch geschafft, Alternativplan gelungen, Wetter besser, Nachtruhe verdient :-)

Tag 9

Pietralunga - Gubbio

Wir folgen heute den blau-gelben Schildern der Via Roma. Herrliche Feldwege durch leuchtendes Grün, nicht ganz so hohe Berge, so sah der Weg heute aus. Auf der 2. Hälfte verlief der Weg durch kleine Dörfer, meist auf Asphalt. Überall waren die Häuser geschmückt, am 15. Mai wird in Gubbio das Festa dei Ceri gefeiert. Da ist Bambule hier. Der Weg war sehr kurzweilig, von Weitem sah man schon Gubbio, eine Kleinstadt, wie in den Fels gemeiselt. Am schönen Amphitheater setzten wir uns ins Grün in den Schatten und genossen die Kulisse, denn das Wetter war heute mal warm und sonnig. Wir wollten den schönen Ort noch erkunden, so belegten wir zuerst unsere Unterkunft, um das Gepäck loszuwerden. Die Residenza di Via Piccardi (55 € pro Zimmer mit Frühstück) lag mitten im Zentrum, sie hatte wunderhübsche Zimmer und einen idyllischen Garten. Nach dem Duschen und dem ersten Moretti in der Bar liefen wir hinauf zum Palazzo dei Consoli, durch die Oberstadt, danach zum Dom und der Statue des Franziskus mit dem Wolf. Schwer war es nur nen Alimentari zu finden für die morgige Verpflegung und das Bier. Erst ein Stück weg vom Zentrum wurden wir fündig. Zufrieden mit der Beute nahmen wir das Moretti dann sofort im Garten der Unterkunft zur Brust. Am Abend fanden wir eine romantische Pizzeria in der Nähe des Amphitheaters, herrlich mit einem alten Gewölbe.

Tag 10

Gubbio - Valfabbrica

Morgen verlief der Weg an der Chiesa della Vittorina vorbei, die kleine Kirche mit alten Fresken nimmt einen wichtigen Platz in der Franziskus-Geschichte ein. Der weitere Weg führt kilometerweit gerade und flach durch Vorstadtsiedlungen von Gubbio. Nach weiteren Kilometern, auch stark befahrenen Straßen geht's wieder in die bergige Natur. Vorher schloß sich uns, ohne zu fragen, ein komischer Typ an, seine Frau würde ihn immer mit dem Wohnmobil irgendwo absetzen, damit er den Franziskusweg ablaufen kann. Zum Glück kam dann ein Bach, das war zuviel für die Großklappe und er kehrte um. Komische Leute gibt's. Danach ging es steil hoch, von dort hatte man einen herrlichen Blick zurück nach Gubbio. Wir passierten einige idyllische Agriturismo, eine alte Kapelle und Bauernhöfe. Auf einem Hof saßen drei alte Leutchen auf der Bank und guckten zufrieden in Luft. Wir fragten nach Wasser und sie zeigten uns sehr freundlich die Stelle zum Auftanken. Wie glücklich sie aussahen, super. Auf dem weiteren Weg passierten wir einen weiteren Agriturismo und Schloss Biscina. Bis hierhin hatten wir herrliche Ausblicke über die Landschaft, dann ging's wieder in den Wald. Viele steile An- und Abstiege folgten ehe wir unten im Tal Valfabbrica sahen. Vorher noch ne Schrecksekunde, beim Verlassen ihres Grundstücks ließen paar Italiener ihre Tore offen und paar Hunde rannten uns hinterher. Aber unsere Stöcke rückwärts gerichtet ließen sie irgendwann ab. So nahmen wir die letzten Kilometer Asphalt unter die Füße und kamen relativ spät in Valfabbrica an. Die Herberge Ostello Francescano (39 € pro Person mit HP) war schon voller Pilger, schon komisch, wenn man unterwegs niemanden trifft. Wir bekamen jedoch unser Zimmer, machten noch das Nötigste und versuchten schnell noch in nem Cafe noch die Nachmittagssonne zu genießen. Das mehrgängige Abendessen wurde hier gemeinsam eingenommen, verschiedene Nationen waren vertreten, es war ne lustige Runde. Deshalb gab's heute mal Hauswein anstatt Moretti und Peroni ;-)

Tag 11

Valfabbrica - Assisi

Heute war's ne extrakurze Strecke, wir hatten viel Zeit für unser Ziel Assisi eingeplant. Nur einmal verlief der Weg steil bergauf, oben machten wir dann auch Rast im Schatten bei paar Bänken. An herrlich grünen Getreidefeldern und Wiesen entlang zog sich der folgende Feldweg bergab, in der Ferne konnte man schon Assisi sehen. Bevor wir im Vorort links die Asphaltstraße abbiegen, sehen wir noch die Statue des sehr populären Padre Pio, dessen Heimatort ich auf dem Jerusalemweg besuchte. Nach Überqueren des Ponte S. Croce machten wir noch eine Pause am Fluß, Manu schaute sich den schönen Garten neben dem Gebäude im Tal an. Danach ging es parallel zur stark frequentierten Straße am Berghang hoch Richtung Stadtkern. Wir sahen die herrlich aktuelle Friedensglocke mit den Symbolen der 4 Weltreligionen, wunderschön gestaltet und wenig später betreten wir durch die Stadtmauer den Platz mit der Basilika. Ein Blick nach rechts und eine beeindruckende Kulisse bietet sich dar. Die wunderschöne Franziskusbasilika und dahinter eine Wahnsinnsaussicht auf die Umgebung. Im Vorgarten des Gebäudes die herrlich gepflegte Wiese mit dem weinroten Tau und der Statue von Franziskaus als er noch unglücklicher Ritter war. Wir besuchten das Innere der Basilika abwechselnd, da die strengen Kontrollen uns nicht erlaubten den Rucksack mit reinzunehmen. Auch das Innere des Gebäudes war wunderschön, wenn auch etwas düster. Eine Beschreibung lass ich an der Stelle, man findet online genügend Bilder dazu. Nach der ausgiebigen Erkundung des tollen Bauwerks suchten wir unsere Unterkunft, was sich als nicht leicht herausstellte. Assisi hat viele verwinkelte enge Gassen, zudem war heute reichlich Betrieb hier wegen des Mittelalterfestes. Erst Stunden später, nach gefühlten 100 Falschauskünften fanden wir Camere Santa Chiara (Doppelzimmer 58 € ohne Frühstück). Wir waren zeitig hier und hatten noch Zeit den Rest von Assisi zu betrachten. Zum Mittelalter-Festplatz durften wir nicht, der Platz war gesperrt, deshalb liefen wir zum höchsten Punkt, einer Burg, dem Rocca Maggiore, mit gigantischem Blick auf das Umland. Darauf besuchten wir noch die Basilika di S. Chiara und den Piazza San Rufino mit dem Dom. Als die Dämmerung einbrach liefen wir nochmals zur Basilika, um das Bauwerk im Schein der untergehenden Sonne zu betrachten, herrlich. Die Gaststätte, wo wir zu Abend aßen, war nicht der Bringer, eine unlustige ältere Dame brauchte ewig um das ebenso schlechte Essen zu bringen. War auch schwer heute, wegen dem Fest, die Lokalität auszusuchen. Aber unser Tag war gelungen, herrlicher Ort, Top-Wetter, was soll's also.

Zum Video: Mittelalterfest Assisi

Tag 12

Assisi - Spello

Am Cafe in der Nähe unserer Unterkunft nahmen wir entspannt unser Frühstück ein, den die heutige Strecke war auch kurz, hatte es aber in sich. Was Wichtiges konnte ich leider nicht mit in unsere Planung aufnehmen, den Besuch der 4km entfernten Kirche Santa Maria degli Angeli. Diese spielte eine enorme Rolle im Leben des Franziskus, ist darüberhinaus auch wunderschön, aber wir schafften eben nicht alles bei unserem strengen Zeitplan. Gleich nach Assisi führte der Weg steil in den Wald, lange Zeit gings aufwärts auf den knapp 1300m hohen M. Subasio. Nach einer Rast ging es kurz abwärts, wir besuchten das Eremo delle Carceri, heute ein Kloster. Sehr klein, mit vielen Touristen, deshalb waren wir schnell wieder auf dem Weg. Wieder verlief ich mich kurz, mit GPS merken wir das schnell, danach nahmen wir den steilen Anstieg zum Gipfel in Angriff. Das war schon ne Hausnummer, aber irgendwann standen wir auf einer grünen Wiese auf dem Berg, einsam, ruhig, ein Traum. Hier rasteten wir ne halbe Stunde, Manu will immer viel genießen, und ich werde nach meiner Pausen-Zigarette immer unruhig :-) Nach weiteren Kilometern sanfte Hügel hoch, am Gipfelkreuz mit Wahnsinnsaussicht vorbei, kam noch eine langer Bergrücken über Wiesen in Richtung einiger Masten auf uns zu. Ab da gings bergab, anfangs über herrliche Wiesen, später vereinzelt durch den Wald. Spello erschien im Tal während wir durch Olivenplantagen abwärts wanderten, Es liegt wie die meisten sehr alten Orte auf einem Hügel, hat enge verwinkelte Gassen und ist liebevoll gepflegt. Ein alter Italiener empfängt uns in der Unterkunft (Hotel Il Cacciatore, 75,00 € pro Zimmer inklusive Frühstück) und erklärt uns, wo es hier was zu Futtern gibt. Viel gibt es hier nicht zu entdecken, ein beschaulicher lieblicher Ort eben. Wir wandern noch ne Stunde die Gassen auf und ab und landen letztendlich in der Bar, und abends in der hervorragenden und preiswerten Pizzeria.

Tag 13

Spello - Montefalco

Nach dem Frühstück auf der herrlichen Terrasse unseres Hotels wanderten wir zunächst abwärts durch den ganzen Ort, dann zum Stadttor hinaus und eine verkehrsreiche Straße entlang bevor wir auf ruhigere Straßen abbogen. Es ging heute meist geradeaus, erst am Ende kam ein Berg. So liefen wir lange auf einem Feldweg einen Deich entlang, danach kamen wieder verkehrsreichere Straßen, aber auch eine Wiese, auf der gar kein Weg zu erkennen war. Sogar ein weiteres Pilgerpärchen trafen wir mal und zusammen bogen wir erstmal falsch ab. Im Ort Bevagna angekommen, gönnten wir uns ein Eis und entspannten kurz. Danach verlief der Weg meist Straßen, ab und an auch Feldwege entlang über Montepennino hoch nach Montefalco. Auch der Ort hatte mittelalterliches Flair, wir rasteten auf dem zentralen Platz und suchten dann unsere Unterkunft (B&B Frantoio Brizi, 45 € pro Person inklusive Frühstück). Hier war grad eine Hochzeit, also Hochbetrieb, dennoch kam schnell der Sohn der Hospitalera um uns die Unterkunft zu zeigen. Die war sehr ordentlich, viele Pilgerbücher hier, Manu nahm aber erstmal die schöne Terrasse in Beschlag. Ich hatte mit der Hospitalera per Mail ausgemacht, dass wir abends einen Platz in ihrem Restaurant bekamen, denn heute war's ordentlich voll, ein Starkoch war hier. So kam's dann auch, nach dem Einkauf und nem Terrassen-Bier ging's essen vom Feinsten. Manu war hin und weg von der Auswahl legte ordentlich drauf :-) Mir war's aber bald zu laut, typisch italienisch eben :-)

Tag 14

Montefalco - Patrico

Heute stand ne lange Etappe auf dem Plan, dafür aber die schönste Unterkunft. Also schnell gefrühstückt im B&B, danach geht's bergab aus Montefalco heraus. Feldwege, kleine Straßen, es ging über Wiesen, an Höfen vorbei, durch kleine Orte, immer gerade. Kurz vor Spoleto wird's dann nervig, lange verlief unser Weg an Hauptstraßen entlang, man mußte immer wachsam sein, der Gestank dazu. Nicht allzu bester Laune liefen wir bergan in die Stadt hinein. Wir versuchten noch etwas von dem Reiz dieser Stadt aufzunehmen, ehe wir im Park in Nähe des Doms ne Pause machten. Einzeln gingen wir zum Dom, es ist ein herrliches Bauwerk. Darauf liefen wir durch ein Tor in Richtung der gigantischen Brücke Ponte delle Torri. Beim Fotografieren fiel leider mein treuer Pilgerstock in die Tiefe, nach dem Ponte fand ich aber gleich Ersatz, war nur bissel schwerer :-) Gleich nach der Brücke begann ein Hammer-Anstieg durch den Wald, manchmal auf dem Weg dachte man, man muss die Hände mit zu Hilfe nehmen. Das war so ein Weg hier. Gefühlte Ewigkeiten später erreichten wir das Kloster Monteluco und einen Picknick-Platz. Hier gab's erstmal den verdienten Capuccino. Einige Italiener kamen mit dem Bus hier an, sie lieben es an schönen Stellen Picknick mit ihrer Familie zu machen. Nur regnete es leicht, so war die Anzahl überschaubar. Wir mußten weiter, für uns war der Anstieg noch nicht zu Ende heute. Ruhige Straßen entlang schlängelten sich die letzten Kilometer aufwärts, der Regen ließ nach und die Aussichten waren kaum zu toppen. Erst die letzten Meter nach Patrico ging es leicht bergab, einmal mußten wir noch eins der seltenen Autos anhalten, um zu fragen, dann waren wir angekommen. Mitten auf nem Berg befindet sich hier ein idyllisches Bauerngehöft (Agriturismo Bartoli, 55 € pro Person HP), schon Richard Gere und andere wußten, warum sie hierher gekommen sind. Wir waren etwas kaputt heute und gingen erstmal in unser wunderschönes Zimmer. Erst danach konnten wir die Rundumsicht hier vollends genießen, inklusive Sonnenuntergang. Gegessen wurde abends gemeinsam mit dem Hausherrn, einige Gänge und guter Hauswein, Literflaschen, sorgten für beste Stimmung. Auch andere Pilger waren hier, Deutsche und Holländer, alles nette Menschen.

Tag 15

Patrico - Don Bosco

Auch das Frühstück wurde gemeinsam eingenommen, allerdings war der Hausherr schon weg, bei der Arbeit. So verließen wir diesen schönen Ort. Man durfte nur nicht denken, weil wir auf nem Berg übernachtet haben, es würde jetzt abwärts gehen. Weit gefehlt, paar Kilometer ging's leicht bergan, danach kam wieder ein enorm steiler Anstieg auf den Monte Fionchi. Bei guten Wetter hatten wir wieder eine geniale Sicht auf umliegende Bergflanken. Erst jetzt ging es steil bergab, anfangs über Wiesen, danach über kaum zu findende Wege querfeldein. Manchmal lagen Schädelknochen von Kühen hier herum, was paar Scherze nach sich zog. Später verlief ein Pfad durch immer höher werdenden Wald. Nach einem Rastplatz lag ein Zettel am Boden. Darauf stand: "Hier geht's nicht weiter wegen Waldrodung, wir haben es versucht. Wir probieren die Umgehungswege." Na ja, wir probierten es trotzdem, und stiegen über gerodete Stämme, merkten aber bald dass wir für 20m ne halbe Stunde brauchten. Und etwa 500m waren's noch. Die Zeits hatten wir heute nicht und so kehrten auch wir um. Damit wurde unsere Strecke heute zwar noch länger, aber wir kamen erstmal aus dem Wald heraus. Ne Stunde später landeten wir auf der ruhigen Straße nach Ferentillo, die sich ewig lang in Serpentinen ins Tal schlängelte. Im Ort selbst mit dem bekannten Mumienmuseum machte wir Rast in einem Cafe, wir wußten dass wir die knapp 1000m die wir grad abgestiegen waren, jetzt wieder hoch mußten. Ein Stück die Straße lang, durch einen breiten Spalt im Fels verlief der Weg zuerst an kleinen Häuschen vorbei, später im Wald steil aufwärts zum Carpio-Pass. Es war sehr schwül, oben angekommen, mußten wir rasten. Weniger steil, aber stetig bergan ging es weiter, der Weg verlief um den Monte Petano herum. Wir überholten den Pilger vom ersten Tag, er lief extrem langsam, ich fragte mich den restlichen Tag wo er wohl übernachten wird und wie er überhaupt hierher gekommen ist. Später ging es weiter die Straße entlang, auf und ab, vorbei am Bergdorf Polino und schon ziemlich ko erreichten wir nach weiteren Serpentinen bergan das Hotel (Hotel Don Bosco, 60,00 € Doppelzimmer mit Frühstück). Nur drei Pilgerinnen übernachteten hier, sonst war alles leer hier. Es dämmerte schon, wir nahmen unser schönes Zimmer in Beschlag und aßen im Hotel zu Abend. War auch weiter nichts in der Nähe, es lag einsam und idyllisch am Waldrand.

Tag 16

Don Bosco - Rieti

Zuerst liefen wir paar Kilometer die Straße leicht aufwärts, danach war der Weg vor allem durch schöne Feld- und Waldwege bestimmt. Ein größerer Anstieg war zu erklimmen, da oben rasteten wir dann auch bei herrlicher Aussicht. Leichte Hügel und bunte Wiesen, mal mit Pferden, mal mit Kühen prägten die Landschaft, ehe es wenig später bergab ging. Wir pausierten nochmal an der kleinen Franziskus-Kapelle, ehe uns die Serpentinen Richtung Poggio Bustone führten. Wieder nahmen wir ein Cafe in Beschlag, es war schwül geworden. Der restliche Weg führte überwiegend am Berghang bergab durch's Rieti-Tal. Viele kleine Ortschaften, wenig Wald und Wiesen und ein Franziskaner-Kloster kurz vor Rieti, prägten die Strecke. In Rieti angekommen suchten wir lange unsere Unterkunft (Hotel Blu, 50 € pro Zimmer mit Frühstück). Wir haben nur die GPS Daten des Weges und 2 Pilgerführer dabei, das nützt in größeren Städten allerdings wenig, da diese keine Infos über alle Unterkünfte geben. Erst nach einigem Fragen fanden wir das Hotel, weit außerhalb des Zentrums. Scheinbar ebenfalls als Flüchtlingsunterkunft genutzt, holte einer Flüchtlinge den Inhaber. Ohne ein Guten Tag zeigte er uns das Zimmer, klein, unschön, mit Ausblick zur Tankstelle. Den Lärm kann man sich vorstellen. Wir machten uns deswegen sofort zur Stadterkundung auf. Rieti ist nur im Stadtkern sehenswert, neben dem geographischen Mittelpunkt Italiens auf der Piazza S. Rufo, der Kathedrale mit einer Statue von Franziskus, war v.a. die idyllische Stelle am Velino-Fluss besuchenswert. Auf dem Rückweg machten wir noch ausgiebig in einer Pizzeria halt, um nicht zu zeitig in der scheußlichen Unterkunft anzukommen. Aber auch die Nacht verstrich.

Tag 17

Rieti - Stroncone

Am nächsten Morgen wollten wir das angebotene Frühstück einnehmen, Essensraum zu. Wir wollten bezahlen, niemand da. Wir läuteten am Thresen, nichts. D.h. wir mußten die Zeche prellen um hier weg zu kommen. Das taten wir dann auch, denn der Weg heute war wieder ein langer. So nahmen wir unser Frühstück im Ort ein und folgten dann ein ganzes Stück dem Velino raus aus dem Ort. Es regnete heute morgen. Der erste Teil des Weges führte hauptsächlich Straßen entlang, einen Anstieg gab es lediglich vorm Santuario di Fontecolombo, dem 3. Franziskaner-Kloster im Rieti-Tal. Danach ging es weiter gerade, erst beim kleinen Ort Contigliano begann der Weg anzusteigen. Auf kleinen Straßen und Wegen schlängelte sich der immer steiler werdende Weg nach oben. Erst kurz vor Greccio kamen wir wieder auf die Hauptstraße, es wurde moderater. Wir durchquerten das absolut sehenswerte Bergdorf, in dem Franziskus oft predigte. 2km dahinter, bergab, liegt das Kloster Greccio. Wieder wie in den Fels gehauen beherbergt das Kloster herrliche Figuren-Kompositionen. Absolut sehenswert. Überall Franziskus, als Statue vor der Treppe, aber auch an der großen bronzenen Tür. Vorm Kloster schrien sich 2 Deutsche an, in der Hoffnung dass sie keiner versteht, naja, Werbung für uns war's nicht grad :-) Wir mußten dem steilen Waldweg hinter dem Kloster folgen, zurück hatte man einen letzten schönen Blick ins Rietital und Greccio. Danach war der Weg gepflastert, er führte schnurgerade steil bergan. Eine große Gruppe geführter Pilger kam uns entgegen, wir überlegten, wie man wohl als Führer dort jedem gerecht werden konnte. Wird wohl nicht leicht sein. Auf dem Gipfel rasteten wir erstmal, ehe wir einen breiten Weg durch wunderschöne Wiesen folgten. Irgendwann durchquerten wir das sehr idyllische und ruhige Bergdorf Prati, danach ging es lange die ruhige Straße bergab. Ein sehr altes Ehepaar hielt mit ihrem Auto neben uns und die Frau schenkte Manu mit einem Lächeln einen selbstgepfückten Blumenstrauß. Ja, die Italiener haben was, ein liebevolles Volk. Wenig später wird's steiler, es geht über grobes Geröll. Da denkste, man hat nur noch paar Kilometer und dann kommt so ein Weg, wo man kaum vorwärtskommt :-) Trotzdem konnten wir schon bald im Tal vor uns Stroncone erkennen, wieder so eine sehr alte Kleinstadt auf nem Hügel, wieder mit tollem Rundblick. Nach etwas Sucherei in den extrem engen Gassen fanden wir unsere Unterkunft (Hotel Porta del Tempo, 35 € pro Person mit Frühstück). Die freundliche Inhaberin Andrea sprach englisch, es war hier absolut liebevoll eingerichtet und unser Zimmer war super. Am späten Nachmittag liefen wir noch etwas durch die Stadt, schnell verlief man sich hier, alles eng und verwinkelt. Im unteren Teil hatte man einen tollen Ausblick, dort ging's erstmal in die Bar auf ein oder zwei Bierchen. Zu Abend aßen wir neben dem Hotel in der Taverna La Mola. Gigantisches Flair, alles mit alten Gewölben, es gab ne Liebesgrotte und der Mann der Inhaberin führte uns durch unterirdische Gänge in weitere Grotten. Essen phantastisch, ein wundervoller Ort.

Tag 18

Stroncone - Calvi dell'Umbria

Zunächst führte der weitere Weg ruhige Straßen und schöne Feldwege bergab, es waren heute auch wieder einige Bäche zu durchqueren. Danach wurde es bergiger, es ging durch einige kleine Orte hindurch, irgendwann mußte man links über einen Hof einen extrem steilen Pfad hinauf, wieder fast auf allen Vieren. Weiterhin steil hoch landeten wir irgendwann am Kloster Speco S. Francesco, idyllisch mitten Wald gelegen mit einer Wahnsinns-Aussicht. Wir mußten hier ne Zwangsrast einlegen, es gewitterte. So ließen wir uns Zeit bei dem Besuch des Klosters. Danach verlief der Weg ein Stück zurück, bevor ein langer, noch steilerer Aufstieg auf dem Gipfel führte. Zwischendurch hatte man immer bei den Strommasten einen wundervollen Blick ins Tal. Oben angekommen erwartete und wieder eine wundervolle Ebene mit bunten Wiesen, Pferde und sogar Schweine weideten hier. Wir machten nur eine kurze Rast, denn es sah wieder nach Gewitter aus, kein Spaß auf so nem Gipfel. Darauf liefen wir ein ruhige Asphaltstraße einige Kilometer bergab bis Calvi. In dem ruhigen Ort waren schon viele Leute unterwegs, ein großes lokales Fest sollte am späten Nachmittag beginnen. Auf unser Klingeln an der Unterkunft mitten auf dem zentralen Platz reagierte niemand. Wir warteten und wenig später erschien Adriana, sprach sich schnell rum in dem kleinen Ort wenn fremde Leute irgendwo rumstanden :-) Wir checkten erstmal ein in die spartanische Unterkunft (Zimmer bei Adriana auf der Piazza Mazzini - zwischen Bar Gelateria Mercuri und Kirche, 50€ pro Zimmer ohne Frühstück), kurz darauf wurde es vor unserem Fenster lauter, das Fest begann. Mir ist dieser Massenauflauf nichts, ich versuchte bei dem Lärm etwas zu ruhen, während Manu das ganze Spektakel verfolgte. Später ging sie auch auf den Festplatz, es war ein uriges, typisch italienisches Fest ohne Touristen. Ich bequemte mich erst am Abend wieder raus, der Hunger trieb mich. So nahmen wir unser Abendessen in der Bar in der Nähe des Festplatzes ein, rammelvoll war diese, denn am Abend sollte es noch ein Feuerwerk zum Ausklang des Festes geben. Davon bekam ich nur noch wenig mit, Manu verfolgte das Schauspiel noch vom Balkon unseres Hauses aus.

Tag 19

Calvi dell'Umbria - Poggio Mirteto

Nach dem Frühstück in der Bar vom Vortag ging es endlos viele Treppen hinunter aus Calvi heraus. Heute verlassen wir Umbrien und gelangen nach Latium. Es geht lange leicht bergab, Straßen und Feldwege entlang, oft durch Dörfer hindurch. Dunkle Wolken verfolgten uns, aber es blieb trocken. Später kam ein steiler Anstieg, vorher war wieder ein Bach zu durchqueren. Wieder ging es lange die Straße entlang, in Borgonovo besuchten wir erstmal ein Cafe. Hier suchten wir gemeinsam mit der freundlichen Bedienung eine Unterkunft, denn unseren bisherigen Unterkunftsplan mußten wir etwas auf den Kopf stellen. Ich traute diesem Nonnenkloster morgen in Farfa nicht, ich las oft im Internet, die würden nicht öffnen. Also planten wir Poggio Mirteto als Ziel für heute ein. Aber noch war's ein Stück. So liefen wir weiter die Straße entlang und besuchten noch ausgiebig die alte Kirche von Vescovio. Auf und ab verlief der weitere Weg wieder auf Straßen durch Ortschaften hindurch, es nervte am Straßenrand ständig in "Hab acht" Stellung zu laufen. Doch irgendwann am späten Nachmittag betraten wir Poggio Mirteto durch das Stadttor. Nach kurzen Orientierungsschwierigkeiten fanden wir unsere Unterkunft (Albergo Da Peppino, Doppelzimmer 50 € mit Frühstück). Unser einfaches Zimmer lag zwar an ner Hauptstraße, aber wir hatten alles Nötige hier. Nach nem Rundgang durch die Stadt rückten wir abends in die gut besuchte Pizzeria neben der Albergo ein.

Tag 20

Poggio Mirteto - Monterotondo

Nach dem typisch italienischen Frühstück mit eingeschweißten Süßwaren, Manu aß nie was von dem Zeug, liefen wir in die Stadt zum Bus. Durch unsere Planänderungen waren die Strecken an nem Tag nicht mehr zu schaffen, wir mußten Teilstrecken überspringen, denn Rückflug und die letzte Unterkunft vor Rom waren gebucht, ich mußte hier sogar 20 € anzahlen. Also mußten wir heute bis Monterotondo kommen. Der Plan war: den Bus bis Farfa oder Fara in Sabina nehmen, danach laufen bis Monterotondo. Aber hier hab ich mich ordentlich vertan, der Bus fuhr nach Fara in Sabina Stazione, das lag ganz woanders. Und nu? Es regnete Bindfäden und wir standen vor nem Bahnhof im Irgendwo. Es fuhren zwar Züge nach Rom, über Monterotondo, aber damit war plötzlich die Pilgerei durch die schöne Natur zu Ende. Aus heiterem Himmel. Wir entschieden uns erstmal den Zug nach Monterotondo zu nehmen, dort angekommen, verbrachten wir paar Stunden im Bahnhofs-Cafe, der Himmel hatte wieder die Schleusen geöffnet. Irgendwann nahmen wir die letzten Kilometer in die nicht so schöne Stadt in Angriff und bezogen unsere Unterkunft (Albergo dei Leoni, Zimmer 62 € mit Frühstück). Die war sehr hübsch. Nach den üblichen Besorgungen und nem Stadtrundgang - Manu war von ner typisch italienischen Hochzeit in der Kathedrale fasziniert - planten wir den letzten Tag nach Rom. Bis auf ein schönes Stück durch das Naturreservat Marcigliana führte der Weg meist durch Vorstädte, erst von Monterotondo, danach von Rom. Ich kannte die Vorstadt Rom's schon vom Jerusalemweg, nicht so prickelnd. Entscheidender aber war, dass wir morgen zu Pfingsten 12 Uhr Papa Francesco sehen könnten, das war mit Laufen aber nicht zu schaffen. Es blieb nur die Möglichkeit, dass wir dieses Wegstück mit dem Zug zurücklegen müssen. Beim Abendessen trafen wir ein weiteres Pilgerpärchen, sie hatten dieses Teilstück auch übersprungen. In Rom angekommen, fanden sie aufgrund des Pfingstfestes keine Unterkunft und pendelten nun paar Tage zwischen Rom und Monterotondo.

Tag 21

Monterotondo - Rom

Heute war's endlich soweit - Ankunft Rom. Nach dem grauenhaften Weg von der Unterkunft zum Bahnhof, nahmen wir den Zug bis Trastevere. Dort angekommen, ging's erstmal über einen fürchterlich hektischen Markt, der sich kilometerweit in die Länge zog. Am Ende konnten wir dann endlich zum Tiber abbiegen, hier verabschiedete ich dann meinen treuen Pilgerstock, er schwamm nun bei Ostia ins Meer. Der Zeit heute war eng bemessen, erst ankommen im Vatikan zur Pfingstansprache, 15 Uhr öffnet dann die Pilgerunterkunft, 16 Uhr wartet schon Salvatore zur Stadtrundfahrt. Doch unsere Planungen funktionieren meist, so liefen wir zuerst die stark befahrene Hauptstraße am Tiber entlang einige Kilometer Richtung Engelsburg, um dann links Richtung Vatikanstadt abzubiegen. Bis 12 Uhr war noch etwas Zeit, so besuchten wir noch ein Cafe (Cappuccino 6 € !!!) und genossen den Blick auf die Basilika. Dann mußten wir durch den Sicherheitscheck, mit unseren Rucksäcken immer ein Problem. Eine Frau vor uns spektakelte lauthals weil sie ne Weinflasche mit reinnehmen wollte, aber nicht durfte. Kurz und trocken wurde ihr der Eintritt verwehrt, gerechtfertigt. Wir durften nur in die erste Umzäunung, die zweite war tabu für uns. Noch war etwas Zeit, so holten wir unsere Pilgerurkunde im Opera Romana Pellegrinaggi. Danach erschien Papa Francesco am Fenster des Apostolischen Palastes. Die Ansprache dauerte nur etwa 10 Minuten, natürlich konnte man ihn auf die Entfernung auch kaum erkennen, aber die Stimmung um Franziskus und den Vatikan herum ist trotzdem eine Besondere. Wir hatten noch paar Stunden Zeit ehe die Pilgerherberge öffnet und liefen noch zur Engelsburg und zum Campo de' Fiori, wo Giordano Bruno anklagend in Richtung des Vatikans blickt. Wieder zurück in Trastevere verbrachten wir noch einige Zeit unten an der Tiberinsel, einer der wenigen Flecken hier wo man dem Verkehrslärm entrinnen konnte. Später, vor der Unterkunft wartete schon ein weiterer Pilger (Via dei Genovesi, Spende). Punkt 15 Uhr wurden wir auch eingelassen, wir mußten Rucksäcke und Schuhe im Garten abstellen ehe wir die Formalitäten oben erledigen konnten. Viele Pilger waren hier, die meisten kamen von der via francigena, also dem Weg von der Schweiz durch die Toscana Richtung Rom. Ich war auch 2014 schon hier als Jerusalempilger und kannte die Regeln. Man durfte 2 Tage hier nächtigen, es gab Frühstück und Abendessen, am ersten Tag konnte man eine rituelle Fußwaschung über sich ergehen lassen. Ein streng christliches Prozedere, aber alles entspannt, zudem erfuhr man viel Informatives von Gleichgesinnten. Noch hatten wir aber Zeitdruck, Salvatore wartete mit seiner Frau draußen auf uns, ich kannte ihn von 2014, ich war ihm und seinen Pilgerfreunden auf der via appia begegnet als ich Rom verließ und Richtung Brindisi pilgerte. Es wurde spannend, in typisch italienischer Fahrweise schlängelnden wir uns an der Cestius-Pyramide vorbei Richtung San Paolo fuori le Mura. Es war wenig Zeit, abends hatte Salvatore noch seine Familie zu Besuch und wir mußten zum Abendessen zurück sein. Also ging alles etwas schneller. Nach dem strengen Sicherheitscheck betraten wir dieses wundervolle Bauwerk. Ist kaum zu beschreiben, muss man sehen. Darauf fuhren wir noch zu San Giovanni in Laterano mit Michelangelo's Mose und der Scala Santa, der heiligen Treppe, die man nur auf Knien hinaufsteigen darf. Dann war die Zeit schon um, nach einem Bier in einer Bar brachte uns Salvatore zurück. Es regnete mittlerweile stark und wir waren leicht müde durch die Fülle der Eindrücke. Nach dem ausgiebigen Abendessen inklusive Fußwaschung ging es zur verdienten Ruhe.

Tag 22

Rom

Heute gaben wir uns die volle Dröhnung Rom. Ein Pilger aus der Schweiz schloß sich unserem Rundgang an. Ich kannte die historischen Plätze durch mein Studium, 14 Tage haben wir hier mit unserem Prof jeden Stein zweimal gedreht. Wir begannen bei gutem Wetter mit dem Forum Boarium, dem Circus Maximus und dem Colloseum. Über das Kapitol führte unsere weitere Tour an der Piazza Venezia und der Trajanssäule vorbei zur Basilika Santa Maria Maggiore. Nach nem stärkenden Capuccino schauten wir mal an Roma Termini vorbei, einer Art Hauptbahnhof, um zu schauen wann morgen unser Flughafen-Shuttle fährt. Auf den historischen Teil folgten die Touristenattraktionen. Über den Piazza della Repubblica ging's weiter zum Trevibrunnen, danach zum Piazza Navona und dem Pantheon. Unmengen von Leuten waren hier unterwegs. Zwischendurch aßen wir mal ne Pizza zur Stärkung, Massenfütterung, kaum hat man aufgegessen, kommt die Rechnung. Was heißen soll: Macht Platz für die nächsten Gäste :-) Zum Ende wartete dann das Highlight - die Vatikansbasilika. Nach der wiederum strengen Kontrolle - ständig muss Manu versuchen Wasser irgendwo reinzuschmuggeln, grrr - betraten wir dieses unheimlich prunkvolle Zeugnis christlicher Macht und Reichtums. Bestimmt zum 4. Male stehe ich voller Demut hier, immer wieder voll Bewunderung, was Menschen so erschaffen können. Manu verschickte danach noch paar Postkarten mit der vatikanischen Post ehe wir uns auf den Rückweg nach Trastevere machten. Hier besuchten wir noch eine Bar und ließen uns Zeit zum Rückblicken auf die letzten Wochen voller Eindrücke. Nach einigen Bier begaben wir uns zum Abendessen in die Unterkunft, mich bat man den englischen Text für die Fußwaschung neu angekommener Pilger vorzulesen. Manu musste lachen, weil's wohl bei dem Bierkonsum nicht so prickelnd geklungen haben muss :-) Das Abendessen dauerte dann länger, zwei Belgierinnen hatten viel von der via francigena zu erzählen. Ist ja auch ein herrlicher Weg, ich würde ihn mit dem von uns jetzt gegangenen Franziskusweg gleichsetzen, was die Schönheit von Landschaft und Orten betrifft. Nur ist der Franziskusweg viel ruhiger, aber auch schwerer zu laufen. Jaja, ich weiß, jeder Weg ist einmalig :-)

Tag 23

Rom

Heute, nach dem 2. Tag mußten wir die Pilgerherberge verlassen, durften aber noch unsere Rucksäcke bis zum Nachmittag hier stehen lassen. Zunächst mußten wir den Franziskusweg abschließen, indem wir die Franziskus-Statue vor der Lateransbasilika besuchen. Wieder vorbei am Kolloseum, einer Ausgrabung einer alten Gladiatorenschule bewegten wir uns heute aus dem Stadtzentrum heraus. Dort angekommen, dankten wir Franziskus für diesen Weg und seine schützende Hand über uns. Manu ging darauf nochmal in die Lateransbasilika ehe wir uns auf den etwas nervigen Weg durch die Vorstadt Richtung via appia machten. Das letzte Teilstück, vorbei an den Katakomben war extrem gefährlich, viel Verkehr auf engen Straßen, wir waren froh, als wir irgendwann auf dem alten Pflaster der via appia standen. Hier war es plötzlich ruhig und wir nahmen nach nem Cafe-Besuch die ewig lange und schnurgerade berühmte Straße in Angriff. Lange wanderten wir, vorbei an Villen, uralten Grabmahlen und schönem Grün. Radfahrer, Wanderer, Reiter und Jogger kamen uns entgegen, es ist ein erholsames Pflaster für die Römer hier. Aber irgendwann mußten wir kehrtmachen. Vom Beginn der via appia ins Zentrum nahmen wir dann aber den Bus, die gefährliche Straße mußten wir nicht nochmal haben. Wie immer unklar, wo wir das Busticket kaufen sollten, fuhren wir diesmal schwarz :-) Wir holten unsere Rucksäcke aus der Herberge und liefen am späten Nachmittag unten am Tiberufer Richtung Zentrum. Wir hatten viel Zeit, denn für heute hatten wir keine Unterkunft, wir wollten die Nacht auf dem Flughafen verbringen, denn auf den einzigen Shuttle am Morgen wollten wir uns nicht verlassen. Der Flug ging 8.55 Uhr. Es war eine schöne abschließende Kulisse, Sonnenuntergang am Tiber. Vorbei am Augustus-Mausoleum und dem abendlichen Besuch der spanischen Treppe und des Trevibrunnens kamen wir schließlich an Stazione Termini an, holten noch 2 Moretti und warteten. Man versuchte uns noch paar Tickets zu verkaufen, ne übliche Masche hier, natürlich falsche Tickets. Als der Bus kam, war der Verkäufer wie vom Erdboden verschluckt. Am Flughafen angekommen, suchten wir ne Bank zum Schlafen und als wir uns niederlegten, hieß es das Terminal würde schließen. Prima, also ab ins offene Arrival-Terminal, hier gab's dafür kaum noch freie Schlafplätze am Boden. Letztendlich ruhten wir aber paar Stunden.

Tag 24

Rom - Berlin Schönefeld

Es wurde aufgepasst im Airport, ließ man mal seinen Rucksack allein stehen, wurde man sofort durch das Sicherheitspersonal darauf aufmerksam gemacht. Unser Flug nach Schönefeld ging pünktlich und der Flixbus brachte uns sicher in Sachsenland :-) Das war's, schöne Zeiten vergehen wie im Fluge ...