kreativ-chemnitz

Streckenverlauf

Nordmeer 02.08.2012 - 26.08.2012

Mal keine Pilgerreise, sondern ein Traum war es, die nördlichen Eisregionen zu sehen, ehe unsere Lebensweise diese bizarre Welt der Eisgiganten zerstört. Da ich's kaum noch erleben werde, versuchte ich Sohnemann Paul dafür zu sensibilisieren, na ja, mit gemischtem Erfolg ;-)

Tag 1

Abfahrt Bremerhaven

Nach einer entspannten Autofahrt checkten wir ein. 19 Uhr ging's los mit 832 Passagieren nach Island, Grönland und die Färöer. Ich hatte mir ein Smartphone-Programm geschrieben, um permant Bilder für Freunde und Verwandte an die Website zu senden. Wie zu erwarten war, gab es aber ständig Verbindungsprobleme unterwegs. Wir hatten gleich nach Deutschland keinerlei Netzwerkverbindung mehr. Auch Roaming war nicht immer möglich ... Nur über Schiffssatellit wäre es zu hohen Kosten möglich gewesen, hab ich mal gelassen ...

Gut, viel passierte am ersten Tag nicht mehr. Wir nahmen unsere Kabine in Beschlag und stellten fest, dass wir wohl die Jüngsten (ja, ich auch :-)) auf dem Schiff sind. Die Restaurants waren überfüllt, deswegen dauert alles ewig hier. Doch die Mahlzeiten waren super hergerichtet, allerdings entsprach der Umfang der Portionen denen von Feinschmeckern. Dafür gabt es fast pausenlos irgendwas zu Futtern bzw. zu Trinken. Die obligatorische Rettungsübung wurde absolviert und die ersten "Stinker" hier offenbarten sich ;-( Das Riesenschiff, die MS Albatros und der schöne Blick auf das Meer entschädigten zunächst, auch die anfänglich vermutete Befürchtung hinsichtlich Seekrankheit bewahrheitete sich nicht. Die erste Nacht war deshalb sehr entspannt ...

Tag 2

Auf See

Die folgenden 2 Tage sind wir nur auf dem Schiff. Gab anfangs auch viel zu entdecken. Wir gehen oft ins Fitnesscenter, spielen Tischtennis oder Shuffleboard auf dem obersten Sonnendeck. Wetter ist ok für die Breitengrade. Die Windstärke bewegt sich zwischen 3 bis 5, die Seestärke liegt meist eine Einheit drunter. Sehr angenehm auf der Nordsee.

Wir sahen Bohrplattformen und laut unseren Expeditionsleitern Eissturmvögel, Basstölpel und eine Mantelmöwe. Nun ja, zunächst eher was für Ornithologen ... Ich will die großen Viecher :) Apropos Expeditionsleiter, dieser war top. Klaus Kiesewetter, ein auch aus dem TV bekannter Mann brachte uns auf der Reise alles Wichtige und Interessante nahe und zwar auf seine lustige authentische Art. Später stellten sich dann noch unser schwedischer Kapitän und der Kreuzfahrt-Direktor vor, im Restaurant ... nobel geht die Welt zugrunde ;-)

Ansonsten ist es zunächst schwer Anschluss zu finden bei der Klientel hier. So beschäftigen wir uns eher allein, aber das funktioniert gut, selbst im Kino waren wir schon. Es werden jeden Tag Tagespläne ausgegeben, so dass man sich was Ansprechendes aus Vorträgen, Tanzkursen, Sport- und Kinderprogrammen aussuchen konnte. Im Bordfernsehen wurden die ersten Ausflugsziele bekannt gemacht, die man später dann buchen konnte. Naja, uns sprachen die Animationsdinge weniger an. Nach dem Besuch einer Sportveranstaltung war uns bewußt, dass wir im Schlaf mehr Bewegung hätten und auch die Kinderanimation war eher was für Püppies, aber nicht für Paul.

Es ist schwer bei den Feinschmecker-Mahlzeiten Pauls Geschmack zu treffen, unsere Tischnachbarn versuchen ihm ständig alles schmackhaft zu reden, nette ältere Leute eben :) Aber das Essen ist hier vom Feinsten ... Leider gibt ihm auch der herrliche Meerblick wenig und so verbringen wir einen Großteil der ersten Zeit innerhalb der Albatros bzw. auf dem Sonnendeck mit den Outdoor-Spielen und natürlich im Swimming- oder Whirlpool.

Tag 3

Auf See

Wir passieren die Shetland-Inseln, verlassen also die Nordsee und passieren mit ca. 15-20 Knoten auf dem Atlantik die Färöer mit großem Abstand. Ziel: Ost-Island. Neben einem Vortrag "Götter, Gletscher und Geysire", um uns auf Island vorzubereiten, verging unser Tag wie gehabt mit viel Sport und Spiel: Kickern, Tischtennis und ab und an mal baden auf dem Aussendeck. Ist nur sehr windig hier, deswegen gehe ich nicht allzu oft mit Paul hierher. Der Bordsarzt ist teuer ;( Der Pool hat beständige 28 Grad, zwei Decks höher gibt es noch einen Whirlpool mit 32 Grad. Mich wunderts, dass wir hier meist die Einzigen sind. Eine Sauna und ein Sonnenstudio gibt's hier auch, aber ich wollte es uns nicht antun, die Bilder bekommen wir nie wieder aus dem Kopf :-)

Da es zunächst wieder ein Seetag ist und wenig Berichtenswertes, paar Infos zur Crew. Sind 332 Leute, im Service meist Philippinos und Indonesier, im technischen Bereich meist Russen. Aber alles freundliche und fleissige Leutchen, die Kabine ist top gereinigt, das Essen samt Service sehr fein, ja und was man als Gast so von der Technik mitbekommt, da stimmt auch alles ... Das Kino nutzten wir dann auch heute schon mal. Ja, und Bilder machen lohnte sich heute nicht.

Tag 4

Seydisfjordur

Heute in dem ersten isländischen Örtchen hatte ich endlich mal WLAN, in Island konnte man dies in Touristinfo-Büros umsonst nutzen. So belagerte dann auch die gesamte philippinische Crew immer diesen Bereich und postete, was das Zeug hielt. Wir lagen ab ca. 9 Uhr auf der Pier. Der Ort hier liegt in einem malerischen Fjord, das Wetter ist für die Breitengrade sehr angenehm. Wir erkunden heute alles allein, ist nicht groß der Ort. Wir machten einen wundervollen Spaziergang bei strahlendem Sonnenschein. So wurden Wasserfälle erklettert und Quallen mit Steinen drangsaliert. Auch Seesterne aller Groessen sieht man hier schon vom Strand aus, glasklares Wasser eben ... Am Nachmittag mußten wir wieder einchecken, 18 Uhr lief die Albatros aus ... immer mit dem 1492-Song von Vangelis :-)

Nach der Fjordausfahrt sahen wir die ersten Walblas und eine Schule von Weißschnauzendelfinen im Abendlicht ... Geil, aber ich hatte beim Video leider vergessen auf Aufnahme zu klicken ;-(

Tag 5

Akureyri

Heute früh wurden wieder Delphine, Zwerg- und Buckelwale gesichtet. Meist kam dann über Bordfunk die Ansage vom Expeditionsleiter: "Walblas auf 11 Uhr" oder ähnlich und die gesamte Menschenmasse schob sich in die Richtung, bewaffnet mit der skurrilsten fotografischen Technik. An der Nordküste Islands gibt es relativ viele Wale und Delfine, wir befanden uns vor der Einfahrt zum Eyjafjordur. Dort machten wir den ersten Ausflug zu einem wunderschönen Wasserfall, dem Godafoss, danach sind wir etwas durch die Stadt getingelt. Ich glaube, es war die 4-groesste Stadt Islands mit 18000 Einwohnern. Alles wundervoll von malerischen Bergen umschlossen. Meist wurden mehrere Ausflüge angeboten und man suchte sich das Entsprechende aus. So gab es hier auch eine Walsafari, wo denn auch Buckelwale zu sehen waren und ein Ausflug an eine heisse Quelle zum Baden.

Abends genossen wir wieder die herrliche Ausfahrt aus dem Fjord beim Abendessen auf Deck. Hier aßen wir ab jetzt nur noch, da das Restaurant für uns unzumutbar wurde. Wir mussten teilweise 2 Stunden dort sitzen und waren auf die Abendkarte angewiesen. An Deck konnten wir schnell aus einem Buffet auswählen und hatten einen herrlichen Blick. Aus dem Fjord heraus auf die See, gab es später wieder viele Wal- und Delfin-Sichtungen.

Tag 6

Auf See

Jetzt geht's bei Überquerung der Dänemark-Strasse Richtung Ostgrönland. Deshalb fanden an dem heutigen Seetag einige Lektorenvorträge zu Ostgrönland-Expeditionen und zur Gletscherentstehung statt. Der erste Eisberg der Reise zeigte sich und wurde gebührend empfangen: Der Kapitän fuhr die MS Albatros einmal um den ganzen Eisberg herum. Sieht schon gut aus, das tiefe Blau ...

Ja, seit Island gibt es nur noch die teure Internet-Verbindung auf dem Schiff (20€ die Stunde), das habe ich einmal genutzt, aber war mir für den Preis zu langsam. Zudem war FTP geperrt, so dass ich mein Programm nicht nutzen konnte. Selbst facebook wurde mir noch gesperrt, da diese aus Sicherheitsgründen einen Fremdzugriff blockieren wollten, denn ich versuchte mich aus einem für sie unbekanntem Ort einzuloggen ;-( Meine Hoffnung, auf Grönland offene WLAN's zu finden, sollte sich später nicht bestätigen. Einzig in Nuuk, der Hauptstadt hatte ich einmal Glück vor einem Hotel.

Ansonsten, waren wir diesen Tag auf dem Meer, die übliche Prozedur bei uns: Frühstück, erkunden was so los ist und aufs Meer schauen, danach Mittag, Tischtennis (Paul hat Talent), Kicker, bissel Fitness und wenn der Wind mitspielt, baden. Auf Deck gab's dazu noch ein schönes Geigenkonzert

Zum Video: Geigenkonzert

Tag 7

Ammasslik - Willkommen Grönland !!!

Es war lange zeit unklar, ob wir bei den vielen Eisbergen, die die Bucht blockierten, ankern könnten. Aber dann gingen wir doch noch in der gröndländischen Siedlung Ammasslik (Tussaliq) auf Reede und tenderten in die Ortschaft. Wunderschön gelegen, aber sehr schmutzig. 2500 Einwohner hat die größte Siedlung an der Ostküste. Die Kinder spielen hier bei ca. 10 Grad in kurzen Sachen auf dem Trampolin. Der Kindergarten ist eingezäunt, da hier im Winter öfter mal paar Eisbären reinschauen. Ansonsten bewegte sich unsere Rentner-Kolonne im Rudel durch die Ortschaft und stellte sich brav bei jedem Haus an, wo ein Schild dranhing ;-) Ich kann mir zwar nicht vorstellen, wo man hier hinfahren soll, aber für den abgelegenen und kleinen Ort herrscht hier ordentlicher Autoverkehr, inklusive Hupkonzerte wie in südlichen Gefilden ...

Es war jedenfalls sehr interessant zu sehen wie die Leute hier leben, es handelt sich v.a. um Inuit, vereinzelt auch Dänen. Vor den Schlittenhunden wurden wir gewarnt, das sind hier keine Schoßhunde, sondern Arbeitstiere. Aber alles, was über 6 Monate alt war, musste angeleint sein, also keine Gefahr. Meist lagen sie in Hausnähe auf der Wiese oder dem Felsen. Das Wetter wechselte hier schnell, wir hatten teilsweise strahlende Sonne, bei der Ausfahrt aber dann wieder endlose Nebelbänke. Deshalb gab es wenig zu sehen draussen und wir zogen uns Kiesewetters Vortrag über Wale rein. Zu sehen gab es Wale jetzt nahezu jeden Tag, man rannte schon gar nicht mehr los, wenn die Ansage kam. Später, in Illulisat habe ich es dann mal für nötig befunden, paar der Giganten zu fotografieren.

Tag 8

Prins Christian Sund

Seit den frühen Morgenstunden fahren wir durch den Prins Christian Sund, eine beeindruckende Landschaft. Eigentlich war Kap Farvel geplant, aber der Kapitän entschied aufgrund der guten Wettersituation, dass wir heute und nicht auf der Rückfahrt den Sund kreuzen. Es ist natürlich schwer Paul die phantastische Landschaft nahezubringen. Deswegen gibt es ab und an mal Tischkicker zwischendrin.

Eine dänische Wetterstation und eine Inuit-Siedlung war hier zu sehen, schon arg, wie Menschen hier überleben ... Ja, ansonsten müssten hier wieder Bilder sprechen, ist ja eigentlich die Landschaft und die Tierwelt, die alles hier ausmacht ... Sogar Finnwale, die zweitgrößten Wale, wurden gesehen. Zwischen den gewaltigen Felswänden war an einigen Stellen ein Blick zum Inlandseis möglich, aus dem einige hellblaue Gletscher bis zum Fjord hinunterreichten.

Zum Video: Einfahrt in den Prins Christian Sund

Tag 9

Auf See

Heute bleiben wir wieder an Bord, dafür gibts es aber Polartaufe, da wird den Nordpolarkreis überqueren. Paul ging schon die Düse :) Aber das mit dem Reinschmeissen ins Wasser haben Sie hier gelassen, selbst wenn, wäre es egal ... Paul kann mittlerweile Schwimmen !!! Und sogar bei Seestärke 4-5, da sich das Poolwasser mit dem Schiff mitbewegt.

Zu sehen gibt es bis hierhin nicht allzuviel, sehr neblig auf dem Meer. Aber es stehen zumindest paar interessante Vorträge an, u.a. über den Polarkreis. Nachdem es aufgeklärt hat zu strahlendem Sonnenschein, gab es neben paar Walen sogar Sattelrobben zu sehen. Es geht jetzt die grönländische Westküste hoch ...

Tag 10

Qeqertarsuaq

Nachdem der Wind des frühen Morgens nachgelassen hatte, die ersten Eisberge gesichtet wurden und Expeditionsleiter Klaus Kiesewetter die Informationen zum Landgang in Qeqertarsuaq gegeben hatte, waren wir auch schon in der Diskobucht. Die Diskobucht ist vor allem bekannt für die enorme Menge an Eisbergen die aus dem Kangia-Eisfjord kommen. Sie stammen vom Inlandeis und fließen über den Kangia-Gletcher ins Meer. Dies ist der produktivste Gletscher der nördlichen Hemisphäre. Den Hafen von Qeqertarsuaq erreicht man durch einen langen sehr engen felsigen Zugang in dem dicht unter der Wasseroberfläche gefährliche Klippen lauern. Wir ankerten hier, obwohl die Einfahrt durch große Eisberge zusätzlich erschwert wurde.

Der Ort selbst, mit seinen 870 Einwohnern war heute wie ausgestorben. Grund hierfür ist die Grönländische Fußballmeisterschaft, die zur gleichen Zeit in Ilulissat auf der anderen Seite der Diskobucht ausgetragen wurde. Nach dem Landgang schlenderten wir paar Stunden am Strand entlang, an dem wunderschöne Eisberge an uns vorbeiglitten. Während die Passagiere später wieder mit Tenderbooten zum Schiff gebracht wurden, musste das Schiff zwischenzeitlich etwas weiter weg zum Hafen ankern, da die Eisberge die Hafeneinfahrt zu verschließen drohten. Die letzten Leute hatten dann auch einige ordentliche Tenderfahrt bis zur Albatros.

Zum Video: Wie Touristen in Inuit-Dörfer einfallen

Tag 11

Auf See

Am heutigen Seetag begann unser Expeditionsleiter Klaus Kiesewetter uns mit Vorträgen auf die Thule-Region vorzubereiten. So gab es neben Vorträgen über die bevorstehenden zwei Anlandungen in Dundas und Siorapaluk auch einen Eisbärenvortrag. Dieses selten bereiste hocharktische Gebiet erfordert einige besondere Maßnahmen. So wird immer nur ein Teil der Passagiere gleichzeitig an Land gehen um die kleine Ortschaft Siorapaluk mit etwa 50 Einwohnern nicht zu "überfluten" und um in Dundas die Übersicht bei plötzlich auftauchenden Eisbären zu behalten. Für diese Aufgabe sind seit Qeqertarsuaq zwei Eisbärenwächter mit an Bord. Am Abend erreichten wir das Gebiet, in dem zu dieser Jahreszeit Mitternachtssonne herrscht. Also insgesamt ein Tag zwischen Vorträgen und Sport und Spiel ...

Zum Video: Meer ...

Zum Video: ... Meer und Meer

Tag 12

Auf See

Ziel heute war der Landgang in der ehemaligen Inuit-Siedlung Dundas (Alt-Thule). Daneben gibt es hier noch die letzte verbliebene amerikanische Militärbasis Thule Airbase. Die Amis beobachteten uns auch die ganze Zeit. Da wir den militärischen Pier nicht nutzen durften und sonst hier alles touristisches Neuland war, versuchte die Crew mit Tenderbooten ein selbstgebautes Ponton an Land zu befestigen, um die Passagiere an Land zu bekommen. Man suchte den ganzen Strand ab, nach Stellen, die dem Tiefgang der Tenderboote (1,70m) gerecht wurden. Vergeblich, selbst das Ankern der Albatros auf der anderen Seite der Halbinsel brachte nichts. Wir verbrachten den Tag also zwischen Hoffen und Daumendrücken, was die Suche nach einem Anlandeplatz betraf.

Nachdem die Besatzungen von Tenderboot und Ponton wieder an Bord waren, wurde die Reise in Richtung Norden fortgesetzt. Der Ausblick auf riesige Eisberge, die wir passierten, während sie von der Mitternachtssonne herrlich beleuchtet wurden entschädigte nun für die ausgefallene Anlandung.

Zum Video: Die Halbinsel mit dem Tafelberg

Zum Video: Ablassen unserer Tenderboote

Zum Video: Flugzeug der Airbase

Zum Video: Tenderboot und Eigenbau-Ponton

Tag 13

Siorapaluk

Wir sind heute das erste Kreuzfahrtschiff auf nahezu 78 Grad nördliche Breite in Siorapaluk. Es ist der nördlichste, natürlich besiedelte Ort der Welt. D.h. aber auch, dass die etwa 50 Menschen, die hier wohnen einen Kulturschock bekämen, wenn sich 800 Passiere durch ihre Siedlung schieben. Deshalb wurden wir gestaffelt an Land gelassen, jeweils 200 Personen immer. Vorher setzten sich unsere Expeditionsleiter mit den Einheimischen in Verbindung, um Gefahren usw. zu besprechen. Auch die Tiefen mussten ausgelotet werden zur Anlandung unserer Tenderboote. Die Hunde bekamen eine Extramahlzeit, um Ihnen die Aggressivität zu nehmen. Diese für Jagd und Transporte unverzichtbaren Tiere ruhen sich während der kurzen Sommerzeit in den Ortschaften aus, müssen aber aufgrund ihrer Wildheit die ganze Zeit angekettet bleiben. Unsere Eisbären-Jäger bewachten heute mal die Hunde :-)

An Land gibt es nicht viel zu sehen, Post, Kaufmannsladen, Kirche, Schule, Wasserwerk, Dieselkraftwerk, Friedhof, Hubschrauberlandeplatz und das Service-(Gemeinschafts-)Haus haben die meisten Orte. Das eigentlich Interessante ist die Lebensweise und die Landschaft. Um 11 Uhr versammelten sich die Kinder aus dem Ort mit ihren Eltern am Ponton und wurden zum Schiff gebracht. Hier erwartete sie ein durch die die Künstler und Reiseleiter gemeinsam mit den Gästekindern vorbereitetes Programm aus Spielen, Singen, Tanzen und Basteln. Auch lustiges Schminken und eine Zauberervorstellung begeisterten unsere kleinen Gäste. Dann kam noch ein einheimischer Eisbärenjäger an Bord, sah schon beeindruckend aus, seine Eisbären-Fellhose und die Seehund-Stiefel :-) Am Abend musste der Kapitän bei schönem Wetter durch ne Menge Eisberge navigieren, später kam sogar noch die Mitternachtssonne raus.

Zum Video: Eisberge am Abend

Tag 14

Auf See

Keine Fotos heute, es war ein ruhiger Seetag. Wir wurden auf das nächste Highlight morgen, Ilulisat, vorbereitet vom Expeditionsleiter. Aber wie an jeder Bucht hier oben brauchte man Glück mit dem Wetter zum Anlanden. Abends gabs dann noch Buffet Magnifique im Restaurant. Das Küchenpersonal ist nicht nur absolut kompetent, was die Koch- und Backkünste betraf, sondern auch das Herrichten. Ab und an gab es sogar Demonstrationen an Deck wie man aus Obst und Eis Figuren schnitzt. Schon genial zu sehen wie aus einer Melone ein Indianerkopf oder aus einem Eisklumpen ein Adler entsteht.

Da es an dem Tag nicht viel zu berichten gab, paar Worte zu den Abenden. Meist gab es 21.15 Uhr Shows und Vorführungen des schiffseigenen Examples oder einzelner Interpreten. Geiger und Zauberer brachten ebenso ihr Repertoire. War qualitativ auch sehr schön gemacht. Später konnte man dann in die Bars ausweichen, dort gabs Klaviermusik oder eben Tanzveranstaltungen. Zu allem, was so über den Tag auf dem Schiff angeboten wurde, bekam man den abend vorher ein Tagesprogramm. Die Organisation war hervorragend. Nun gut, die Inhalte für Sport und Animation waren nicht so ansprechend für uns, aber wir kamen schon klar damit ...

Tag 15

Ilulisat

Schon um 5 Uhr fuhren wir in das Eis vor Ilulisat, der drittgrößten Stadt Grönlands. Die meisten der 5500 Einwohner leben vom Fischfang auf schwarzen Heilbutt. Das Eis hier stammt von dem in den Ilulisiat-Eisfjord (Kangia auf grönländisch) kalbenden Jacobshavn-Gletscher und ist daher Süßwasser. Hier entstehen mit ca. 43.000 km³ pro Jahr die meisten Eisberge der nördlichen Hemisphäre. Dies entspricht der Trinkwassermenge, welche für die Versorgung New Yorks gebraucht wird. Vorsichtig bahnt sich der Kapitän mit Unterstützung des Eislotsen einen sicheren Weg durch das Eislabyrinth. Immer wieder musste der Kurs geändert werden, weil große Eisberge im Weg waren. Irgendwann jedoch konnten wir ankern.

Wir hatten heute eine Eisfjord-Bootsfahrt gebucht, daneben gab es noch Hubschrauber-Ausflüge u.a. Bei blauem Himmel und sommerlichen 14°C wurde jeder Ausflug zu einem außerordentlichen Erlebnis. Unser Ausflugsboot fuhr langsam durch die in allen Farben glänzenden riesigen Eisberge, genial. Es riecht hier auch anders, da uralte Luft aus dem Eis entweicht. Auf der Rückfahrt jagten wir 2 Buckelwale, die vor unserem Bug von Steuer- nach Backbord und zurück kreuzten. Am Nachmittag liefen wir noch durch die Stadt, eine für unsere Verhältnisse relativ saubere und schöne Stadt, aber hier bringts eben die geniale Lage. In einem Cafe kaufte ich mir für 50 Grönländische Kronen mal WLAN (etwa 1:7 die Umrechnung in €). Sonst leisteten wir uns bei unseren Landgängen nichts, es ist durch die Abhängigkeit von Schiffslieferungen alles sehr teuer.

Selbst das Auslaufen gegen 21 Uhr wurde zu einem Erlebnis, der Kapitän schipperte extra nochmal knapp an einem der Eisgiganten vorbei. Und das alles bei atemberaubendem Sonnenuntergang. Nun ja, sie ging mittlerweile wieder unter, Tage vorher war es durchgehend hell bzw. dämmrig in der Nacht.

Zum Video: Paul und Kicker-Kumpel im Eisfjord

Zum Video: Eisfjord-Fahrt

Zum Video: Eisfjord-Fahrt

Zum Video: Eisfjord-Fahrt

Tag 16

Sisimiut

Die MS Albatros kam planmäßig kurz vor Mittag in Sisimiut an, die mit 5600 Einwohnern zweitgrößte Stadt Grönlands. Es gab paar Ausflüge, wir hatten nichts gebucht, denn Walsafari und Besuch einheimischer Familien hielt ich für sehr vage im Ausgang. Im nachhinein erfuhr ich zwar, dass Wale gesichtet wurden, aber keine anderen als die, welche wir von der Albatros aus sahen. Auch der Besuch einheimischer Familien hatte wohl wenig mit dem ursprünglichen Leben der Inuit zu tun. Es war dort ein nach modernstem Standard eingerichetes Haus zu sehen. Wir gingen aber an Land und schauten uns den kleinen Ort bei sonnigem Wetter an. Naja, Pauls Begeisterung hielt sich in Grenzen, aber wir hatten am vormittag verhandelt. Der Vormittag gehörte ihm mit Sport und Spiel, jetzt durfte der Alte sein Zeug anschauen :-)

Am Nachmittag wurden wir von unseren Lektoren wieder auf den folgenden Tag eingestimmt. Abends gabs selbstgefangene Fische, der Staff-Kapitän und Teile der Besatzung waren zwischenzeitlich angeln, v.a. Heilbutt und Dorsch.

Tag 17

Kangerlussuaq

Ab Mitternacht waren Polarlichter zu sehen. Wir waren wieder mal per Vortrag auf die günstige Jahreszeit zum Sichten dieser schönen Himmelserscheinung vorbereitet worden und wenn es im Dunkel dann noch wolkenlos ist, hat man Glück. Allerdings bin ich zu der Zeit mit Paul in der Kabine, nur Fotos davon sahen wir am nächsten Tag.)

Heute ankerten wir in Kangerlussuaq am Ende eines 170 km langen Fjords, die ganze Nacht waren wir da durchgefahren. Der Hafen wurde 1941 vom US-amerikanischen Militär gebaut zusammen mit dem Flughafen von Kangerlussuq, der sich 13 km weiter landeinwärts befindet. Wir mussten eine enge Fahrrinne entlang tendern. Einen Ort gibts es hier nicht. Der Grund unserer Anlandung waren Ausflüge zur zweitgrößten Eismasse der Welt - dem Grönländischen Inlandeis. Aber das wollte ich Paul nicht antun, eine 2 stündige Fahrt, so sind wir am Felsenstrand rumgeklettert und haben Steine gesammelt. Ausflügler hätten wohl unterwegs auch Moschusochsen und Polarfüchse gesehen.

Der Nachmittag gehörte wieder dem Swimmingpool und Paule spielte mit Wolfgang, mit dem er sich super vertrug. Abends gings es das wunderschöne Fjord zurück aufs Meer Richtung Nuuk, wo der Weihnachtsmann wohnt :-)

Tag 18

Nuuk

Heute war die kleinste Hauptstadt Europas, aber mit 16.000 Einwohnern größte Stadt Grönlands Nuuk unser Reiseziel, eine frühe Wikinger-Siedlung. Da hier angeblich der Weihnachtsmann wohnt, konnte man an Bord oder im Ort Weihnachtspost abgeben, welche dann kurz vor Weihnachten zugestellt wird. Ich dachte, der lebt am Nordpol ?!? An Ausflügen gabs hier nix Interessantes, wir erkundeten alles hier wieder zu Fuss. Unterwegs liefen wir u.a. über den Fischmarkt, die Lebensgrundlage hier. Neben Robben- und Walfleisch lagen aber auch Möwen mit zum Verkauf aus. Na gut, wie ich später erfuhr, ist das sogar eine Leckerei auf den Färöern. Ja neben einem lächerlichem Auftritt von einem Gast vom Schiff, gab es hier nicht so das bewegende Erlebnis. Die Luftpumpe wollte uns nötigen, dass Paul von nem Bronze-Kunstwerk (letztes Bild) klettert, um zu fotografieren.

Abends sahen wird am Fjordausgang die MS Vega Sagittarius, ein relativ neues Containerschiff, das zur Versorgung der westgrönländischen Ortschaften mit 17 Mann Besatzung unterwegs war, liegen (sh. Bilder unten). Es war paar Tage vorher auf Grund gelaufen und Leck geschlagen. Zur nächsten Springflut sollte es geborgen werden.

Tag 19

Qaqortoq

Kurz nach Mitternacht gab es wieder Nordlichter, sogar noch intensiver als beim letzten Mal. Früh wurden wir wieder durch die Lektoren auf den Ort und geologische Besonderheiten vorbereit, anschließend war Sport und Spiel angesagt.

Gegen Mittag landeten wir im letzten grönländischen Ort, Qaqortoq, an. Dies war eine kleine, aber relativ moderne ehemalige Wikingersiedlung. Es waren wieder Ausflüge möglich, aber es war nichts Interessantes für uns dabei. Wir schlenderten durch den Ort, das Wetter war wieder mal sehr gut für die geographische Breite. Nachmittags spielte Paule wieder mit Wolfgang und danach gings zum Baden. Ich nahm innerlich schon Abschied von Grönland, der gigantischen Landschaft und Natur. Denn sehr früh am nächsten Morgen ging es an der Südspitze, Kap Farvel, vorbei Richtung Island.

Tag 20

Auf See

Früh war es neblig und wir sahen nur vage die letzten Küstenabschnitte um Kap Farvel herum. Laut einem weiteren Vortrag muss das Klima hier im Normalfall sehr rau sein. Viele Schiffe, sogar ganze Walfang-Flotten muss es hier schon versenkt haben. Wir überlebten ;-) und konnten am nachmittag sogar einige Walblas sehen, laut Kiesewetter waren sogar Finnwale dabei. Er machte das anhand der Blashöhe fest. Ein Highlight gab es für uns, der Besuch der Kapitänsbrücke. Wir hatten uns lange vorher angemeldet. Der Kreuzfahrt-Direktor führte uns dort durch und es war absolut interessant, angefangen von den Geräten, der Funktionalität bis zu Daten über den Verbrauch so eines großen Schiffes. Leider musste Paul zwischendurch raus, es war sehr warm da drin und ihm wurde schlecht.

Ansonsten wars ein typisch verbrachter Seetag, Paul bekam eh langsam Heimweh, ich sagte ihm: Noch 2 Ausflüge, dann sind wir da. Die Seetage verschwieg ich :-) Bilder machen lohnte sich heute nicht wirklich ...

Tag 21

Auf See

Auch der zweite Seetag vor Island verlief ruhig. Mehrere Vorträge überbrückten zumindest für mich die Zeit: Es gab einen Rückblick auf Grönland und einen Vortrag über ihre militärische Nutzung. Dort wurde über die Errichtung der sogenannten DEW-Line berichtet, eines Luftüberwachungssystems das von Alaska bis Grönland reichte. Heute konnte man auch Pottwale sehen, übrigens sehr interessante Tiere, wen es interessiert, der sollte sich mal belesen, der Wikipedia-Artikel dazu ist sehr informativ. Wir sahen meist Dokumentationen im Bordfernsehen.

Ja und auch für den Sohnemann machten wir den Seetag wieder kurzweilig und kickerten oft oder spielten Uno.

Tag 22

Reykiavik

Am frühen Morgen grüßte der gletscherbedeckte Snefellsjökull als erster Bote Islands am Horizont. Dieser formschöne Vulkan ist vielen bekannt aus dem Roman Jule Vernes "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde". In diesem ist er der geheimnisumwobene Eingang zum Erdinneren. Wir legten zur Frühstückszeit im Hafen von Reykiavik an. In der jüngsten Hauptstadt Europas wohnen mit 150.000 Menschen die Hälfte der Einwohner ganz Islands.

Heute war für uns ein ganztägiger Ausflug geplant, zum berühmten Geysir Strokkur und zum Wasserfall Gullfoss. So ging es dann auch nach 9 Uhr zum Bus, eine deutsche Reisleiterin, die hierher gezogen war, hatte interessante Dinge über Land und Leute im Repertoire. Erster Halt war an der alten isländischen Parlamentsstätte Thingvellier, danach zu dem Geothermalfeld mit einigen Geysiren, nur auf den Strokkur ist aller 3-8 min Verlass. Da gab's auch frischen Lachs im Restaurant, Paul hob wieder mal die Zähne :-) Genauso beeindruckend waren am Nachmittag der Wasserfall Gullfoss und der Besuch eines Dorfes, welches genau an einer tektonischen Plattenkante lag und öfter unter Erdbeben litt. Hier ist auch das Foto eines Zimmers (unten) zuzuordnen, welches durch das Beben verwüstet wurde. Ich hab's nur aufgenommen, weil ich Paul sagte, wir werden es mit seinem Zimmer zuhause vergleichen ;-)

Wir lagen gut in der Zeit und hatten so Gelegenheit, noch Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt zu sehen. Am späten Nachmittag checkten wir dann nur noch ein, außer der Nahrungsaufnahme passierte nicht mehr viel. War schon ganz schön anstrengend heute nach der vielen Faulenzerei :-)

Tag 23

Auf See

Ja, neben unseren gewohnten Aktivitäten, um wenigstens etwas an Bewegung zu bekommen, standen heute 3 Vortäge an, den über die Färöer, unser nächstes Reiseziel und einen Wikinger-Vortrag besuchte(n) ich/wir. Paul verbrachte heute auch viel Zeit mit Luca, einem 8-jährigem Jungen, v.a. am Kicker. Und ich begann zumindest mal paar Fotos zu machen, von den Räumlichkeiten, in denen wir uns an den Seetagen zu 90% bewegten.

Zum Video: Beim Kickern im Fitnessraum

Tag 24

Thorshavn

Früh ankerten wir in der Hauptstadt der Färöer Inselgruppe aus 18 Inseln, Thorshavn. Wir hatten eine Panorama-Fahrt gebucht und hatten sogar Glück, dass Kiesewetter unser Reiseführer war, er war hier aufgewachsen. Über Grönland und Island hatte ich mich vorher etwas belesen, über die Färöer nicht. Ich war begeistert. Gemäßigtes Klima durch den Golfstrom und die vielen schützenden Buchten und tiefgrüne steile Berge, eine sehr schöne Gegend. Dazu mit einem enorm hohen Lebensstandard. Sogar ein Fussballstadion, FIFA-gerecht, ist neu erbaut worden, da ja wieder mal eine WM-Qualifikation mit Deutschland ansteht. Der aktuelle Ministerpräsident war der frühere Torwart hier :-)

Die roten Häuser auf dem Foto gehörten zum Regierungsviertel, man hätte hier gleich zum Ministerpräsidenten durchlaufen können. Aber wie immer mahnte uns Kiesewetter, die Privatsphäre zu achten. Das war nach seiner Erfahrung gerechtfertigt, denn er sah schon Touristen in Grönland ohne Vorwarnung in Inuit-Häusern stehen. Einmal liefen sie sogar trotz Warnung mit gezückter Kamera auf einen Eisbären zu, zum Glück war der satt und nicht interessiert. Meiner Meinung nach hätte er aber zumindest mal ausholen können :-) Naja, es war ein herrlicher Ausflug hier, danach liefen wir noch etwas durch die Stadt, auch mein WLAN gab's auf den Färöern wieder. Mittags wurde aber schon der Anker gelichtet Richtung Bremerhafen. Einen guten Vortrag über Arktis und Antarktis gab's noch am Nachmittag.

Zum Video: Der kleine Fjord von Thorshavn

Tag 25

Ankunft Bremerhaven

Der Kurs in Richtung Nordsee verlief nun mit 15 Knoten zwischen Orkney- und Shetland-Inseln hindurch, welche wir gestern nacht passierten. Die Nordsee erwartete uns mit Seestärke 6 und drüber, das Schiff schaukelte seitlich. Wie ich aus den Erklärungen auf der Brücke wußte, wurde diese Bewegung ab einer bestimmten Stärke durch seitliche Paddel gebremst. Aber Paul schwamm selbst bei Wellenhöhen von einem Meter, und das bei einem nur 10m langem Pool ganz ordentlich. So brachten wir dann auch den letzten Seetag mit Baden und Spielen rum. Einen Rückblick auf die Reise gab es noch von den Lektoren, den restlichen Tag hatte ich noch die Bordrechnung zu bezahlen, zollfreie Waren abzuholen und zu packen. In der Nacht waren die Gepäckabholer unterwegs und am nächsten Morgen schon führte uns der Weserlotse sicher nach Bremerhaven. 8 Uhr legten wir an, nach einem letzten Frühstück war alles schon zu Ende. Wir hatten insgesamt 7220 Seemeilen zurückgelegt, nun wurde die Albatros schon wieder vorbereitet für das Auslaufen am Nachmittag Richtung Ostsee. Eine organisatorische Meisterleistung. Respekt.

Fazit: Landschaftlich absolut lohnenswert, hochinteressant und viel Neues für uns beide. Organisation nahezu perfekt. Respekt auch an meinen 7-jährigen Sohn, mit dem ich wie mit einem Erwachsenen Kompromisse machen konnte, was unseren Tagesablauf betraf. Ich denke, wir sind beide auf unsere Kosten gekommen. Und das 25 Tage lang.

Zum Video: Paul und die rauhe Nordsee

Zum Video: Seegang beim Essen (auf Meer im Hintergrund achten)

Zum Video: Seegang beim Essen (auf Meer im Hintergrund achten)

Zum Video: Letzte Abendstunden auf See