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Rundfahrt Venedig - Eiger-Nordwand (20.02.2018 - 23.02.2018)

Eigentlich wollten wir mehrere Tage an der Eiger-Nordwand wandern gehen, nur kurzfristig entschieden wir uns auch einen Tag in Venedig zu verbringen.

Tag 1

Anreise nach Venedig

Über München führte uns der Weg zunächst nach Prien am Chiemsee, wo wir eine Nacht blieben. Es war schon den ganzen Tag trübes Wetter und blieb auch den nächsten Tag so. Nach der Durchfahrt durch Österreich landeten wir erstmal 50 km vor Venedig im Stau. Am späten Nachmittag erst überfuhren wir den Ponte della Libertá und stellten das Auto im Parkhaus Tronchetto auf der Isola Nuova ab. Hier gibt es eine gute Anbindung der Vaporetto-Linie Nr. 2, um direkt in die historische Altstadt kommen. Durch enge Gassen über zahllose Brücken schlängelten wir uns Richtung Markusplatz mit dem Dom, dem Campanile und dem Dogenpalast. Wir besuchten den Canale grande mit der Rialtobrücke ehe wir in der Dämmerung die Uferpromenade auf- und abliefen bis wir Hunger bekamen. Die Pizzeria war hier auf Massentourismus geeicht, kaum hatte man den letzten Bissen vertilgt, kam schon die Rechnung. Ok, da tranken wir den Absacker halt in unserer Unterkunft auf dem Rooftop.

Tag 2 und 3

Kleine Scheidegg - Eiger-Nordwand

Es war nochmal weit bis zu unserem Schweizer Ziel - der Eiger (3967 m). Vorbei an dem Moloch Mailand und dem schönen Lugano erreichten wir am Nachmittag Grindelwald. Hier schoss ich den Bock ab. Gebucht hatte ich das das Hotel Eigernordwand, aber nie geschaut wie man da hinkam. So fuhr ich denn mit meinem Navi von Grindelwald aufwärts, bis ich mich wunderte dass es immer enger wurde und am Ende gar keine Straße mehr existierte. Ich fragte einen Einheimischen, der lachte nur, weiter gehe es nur zu Fuß oder mit der Zahnradbahn :-) Die letzte Bahn erwischten wir grad noch so, jetzt erklärte sich mir auch wie die ungewöhnliche "letzte Check-In-Zeit" von 18 Uhr im Hotel zustandekam. Ich Depp :-)

Am nächsten Morgen war es trübe, Schneetreiben, aber keine Sicht auf die Nordwand. Bei wenig Sichtweite wanderten wir von der kleinen Scheidegg aufwärts bis uns einer von der Bergrettung sagte: zu gefährlich weiter hoch zu gehen. Darauf versuchten wir es abwärts. Wege sah man keine mehr, wir liefen am Rand der Skipiste. Die Winterlandschaft war trotzdem einzigartig. Erst am späten Nachmittag gestattete uns die Nordwand einen Blick auf sich.

Tag 4

Eiger - Abreise

Nach dem Aufstehen dann hatten wir Glück. Fast wolkenloser Himmel und ein klarer Blick auf die Nordwand und die umliegenden Berge. Über Grindelwald im Tal ein dichter Nebelschleier. Gigantisch schön, wir blieben noch solange wie möglich, dennoch war Abreise angesagt.

Zum Video: Eiger und umliegende Berge