Nordmeer

Deutschland

Abfahrt Bremerhaven

Ein Traum war es, die nördlichen Eisregionen zu sehen, ehe unsere Lebensweise diese bizarre Welt der Eisgiganten zerstört. Da ich's kaum noch erleben werde, versuchte ich Sohnemann Paul dafür zu sensibilisieren, na ja, mit gemischtem Erfolg 😅 Über den ökologischen Fußabdruck dieser Kreuzfahrt hab ich mir damals noch keine Gedanken gemacht, dafür war ich wiederum zu wenig sensibilisiert.

Nach einer entspannten Autofahrt checkten wir ein. 19 Uhr ging's los mit 832 Passagieren nach Island, Grönland und die Färöer. Ich hatte mir ein Smartphone-Programm geschrieben, um permant Bilder für Freunde und Verwandte an die Website zu senden. Wie zu erwarten war, gab es aber ständig Verbindungsprobleme unterwegs. Wir hatten gleich auf der Nordsee draußen keinerlei Netzwerkverbindung mehr. Nur über Schiffssatellit wäre es zu hohen Kosten möglich gewesen, hab ich mal gelassen.

Gut, viel passierte am ersten Tag nicht mehr. Wir nahmen unsere Kabine in Beschlag und stellten fest, dass wir wohl die Jüngsten 🙂 auf dem Schiff sind. Die Restaurants waren, wie es das Klischee will, überpünktlich geflutet von Passagieren. Erstmal gewöhnungsbedürftig für uns. Doch die Mahlzeiten waren super hergerichtet, allerdings entsprach der Umfang der Portionen denen von Feinschmeckern. Dafür gabt es fast pausenlos irgendwas zu Futtern bzw. zu Trinken. Die obligatorische Rettungsübung wurde absolviert und die ersten "Stinker" offenbarten sich. Das Riesenschiff, die MS Albatros und der schöne Blick auf das Meer entschädigten aber, auch die anfänglich vermutete Befürchtung hinsichtlich Seekrankheit bewahrheitete sich nicht. Die erste Nacht war deshalb sehr entspannt.

Auf See

Die folgenden 2 Tage sind wir nur auf dem Schiff. Gab anfangs auch viel zu entdecken. Wir gehen oft ins Fitnesscenter, spielen Tischtennis oder Shuffleboard auf dem obersten Sonnendeck. Wetter ist ok für die Breitengrade. Die Windstärke bewegt sich zwischen 3 bis 5, die Seestärke liegt meist eine Einheit drunter. Sehr angenehm auf der Nordsee.

Wir sahen Bohrplattformen und laut unseren Expeditionsleitern Eissturmvögel, Basstölpel und eine Mantelmöwe. Nun ja, zunächst eher was für Ornithologen. Apropos Expeditionsleiter, dieser war top. Klaus Kiesewetter, ein auch aus dem TV bekannter Mann brachte uns auf der Reise alles Wichtige und Interessante nahe und zwar auf seine lustige authentische Art. Später stellten sich dann noch unser schwedischer Kapitän und der Kreuzfahrt-Direktor vor.

Ansonsten ist es zunächst schwer Anschluss zu finden bei der eher reicheren Klientel hier. So beschäftigen wir uns eher allein, aber das funktioniert gut, selbst im Kino waren wir schon. Es werden jeden Tag Tagespläne ausgegeben, so dass man sich was Ansprechendes aus Vorträgen, Tanzkursen, Sport- und Kinderprogrammen aussuchen könnte. Im Bordfernsehen wurden die ersten Ausflugsziele bekannt gemacht, die man später dann buchen konnte. Naja, uns sprachen die Animationsdinge weniger an. Und nach dem Besuch einer Sportveranstaltung war uns bewußt dass wir im Schlaf mehr Bewegung hätten und auch die Kinderanimation war eher was für Püppies, aber nicht für Paul.

Es sind sehr wenig Kinder an Bord, ja klar, welches Kind will auch freiwillig Grönland kennenlernen, das kam mir auch alles so nach und nach ins Bewußtsein 🙂. Zunächst entdeckten wir erstmal den herrlichen Swimming- und auch Whirlpool.

Info
Indem Sie unsere Website nutzen, stimmen Sie unseren Cookie-Richtlinien zu.