Via claudia augusta

Deutschland

Donauwörth - Landsberg/Lech (100 km)

Der knapp 700 km lange Radweg verläuft meistens auf der antiken Streckenführung der alten Römerstraße. Von Donauwörth führt der Weg durch das Alpenvorland Richtung Süden. In Österreich verläuft er über den Fernpass, macht einen kleinen Abstecher in die Schweiz und verläuft dann weiter über den Reschenpass nach Italien. In Trento gabelt sich der Weg. Die erste Variante führt durch die Dolomiten an die Adria nach Altino bei Venedig, die zweite führt durch das Etschtal nach Verona und weiter nach Ostiglia an den Po. Wir planten die 2. Variante, aber nach Ostiglia sollte es weiter gehen auf dem Po-Radweg nach Ferrara.

Wir stellten unser Auto am (noch) kostenlosen Schwabenhallen-Parkplatz in Donauwörth ab und bereiteten unsere Räder vor. Danach kreisten wir eine Runde im Ort und an der Donau. Hier an der Donau laufen viele Rad- und Wanderwege zusammen. Am Abend nahmen wir nochmal ordentlich Nahrung auf im Goldenen Hirsch und freuten uns auf den morgigen Tag. Der begann auch entspannt, trotz dass wir untrainiert waren und gleich 100 km fahren wollten. Aber nach einigen Touren hatten wir Vertrauen zu uns selbst. Es ging sofort Richtung Süden, der Weg verläuft meist durch Au-Wälder und über Feldwege, zuerst entlang der Schmutter, später im Lechtal. Angenehm zu fahren, kaum Steigungen, sehr ruhig in schöner Natur. Bei Augsburg ist der Radweg mittlerweile an der Altstadt vorbei geführt, wir überlegten einen Abstecher in die City zu machen, entschieden uns dann aber für's Weiter-Radeln. Anfangs weiter am Lech durch den Wald, wechselten sich später Feldwege und Landstraßen ab, hier und da erschien auch mal ein idyllischer Badesee.

Kurz vor Landsberg fuhren wir dann von der Via Claudia Augusta runter und etwa 5 km an den Stadtrand zur Unterkunft. Dort abgewiesen, mussten wir zurück in die Altstadt. Ich brauchte noch einen Schnelltest. Nachdem mich dann auch noch ein Getränkemarkt Mitarbeiter raus schickte, weil ich die falsche Maske trug, war die Stimmung abgesunken. Nützt nix, ab in die mittelalterliche Altstadt, testen, dann belohnten wir uns mit einem guten Abendessen. Ein kleiner Spaziergang durch die kleine Innenstadt lohnte sich in jedem Fall, das treppenförmige Lechwehr lag in strahlender Sonne. Es war Biergarten-Wetter geworden 🙂.

Landsberg/Lech - Füssen (80 km)

Das änderte sich allerdings am heutigen Tag, es regnete meist. Früh verfuhr ich mich dann mehrmals in Landsberg um zurück auf den Radweg zu kommen. Blöd mit nassem Touch-Screen wenn man eine GPS App nutzt. Aber großartig aufrüsten mit anderen GPS Geräten für's Rad wollten wir auch nicht. Leicht ansteigend und weit abseits des Lech fuhren wir dann auf asphaltierten Straßen bis Denklingen. Danach wird es bergiger, Voralpenland. Bei Nieselwetter waren die Alpen nur ab und an mal in der Ferne zu erkennen. Wald und Wiesen wechseln sich ab und der letzte Teil des Weges führt am Forggensee entlang nach Füssen. Landschaftlich sehr schön.

Unser Motel war schnell gefunden, allerdings geschlossen, da das angeschlossene Restaurant Ruhetag hatte. So mußten wir Stunden verbringen um erstmal die Unterkunft klar zu machen. Zum Glück standen vor dem Haus paar Tische und drüber war ein Billard-Cafe. So war die erste Notversorgung mit Radler und Bier gesichert. Danach überraschte uns die sehr schöne Altstadt mit Schloß, Stadtmauer und auffällig vielen schönen Kirchen. Unten am Lech sah man schon was uns die nächsten Tage erwartete: Berge, Berge und wieder Berge. Am Tagesende landeten wir in einer Pizzeria mit einem sehr gesprächigen Inhaber. Satt und mit Ohrenbluten liefen wir zurück ins Motel 🙂.

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